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20.04.06

in der Werkstatt

glasuren.jpg Ein schöner, produktiver Tag heute in der Werkstatt. Es scheint, als hätte ich die Wintermüdigkeit und Antriebslosigkeit endlich abgschüttelt - ich war mit viel Spaß und Energie bei der Sache und hab mangels Ton für den geplanten (und im Kopf schon längst fertigen) Thron gedreht, glasiert und gewürstelt. Ein paar Fotos vom heutigen Tag und Einblicke in die Glasurküche:

Zum schon bestehenden Service habe ich im Rahmen einer Auftragsarbeit schon vor längerem passende Kuchenteller gemacht. Aus einem großen, gedrehten Zylinder geschnittene Platten und mit den "üblichen" Füßen versehen, passen sie zu den schon bestehenden Untertellern.
Nachdem sie bei 900°C geschrüht (=vorgebrannt) wurden, habe ich heute glasiert:

teller.jpg teller1.jpg teller2.jpg

Das Glasurrezept (ich benutze nur eine transparente Basisglasur, die ich mit verschiedenen Farbkörpern und Oxiden einfärbe) habe ich abgewandelt von Sandy Brown übernommen:

50 Teile Nephelinsyenit
20 Teile Kalkspat
15 Teile Ball Clay
10 Teile Borfritte
10 Teile Bentonit

Dazu kommen nach Gefühl Kupferoxid (für Grün) und gelbe, rote und blaue Farbkörper für die farbige Unterglasur. (Die Stücke auf den Bildern oben tragen nur die Unterglasur und noch nicht die transparente Überglasur, da diese im ungebrannten Zustand weiß deckend ist.)

Die dekorierten und glasierten Stücke werden dann bei ca. 1260°C gebrannt, wobei sich die Farbe der Glasur mehr oder weniger stark verändert, so dass man beim Glasieren farblich "abstrahieren" muss, was das Endergebnis immer wieder überraschend macht. Meistens sieht es komplett anders aus, als man es im Kopf hatte. Ich brauche immer eine Weile, mich mit dem endgültigen Ergebnis abzufinden und kann dann erst entscheiden, ob es gut geworden ist oder nicht.

kringelvase.jpg Gänzlich ohne Gekringel ging es heute dann doch nicht. Ich suche nach einer Verbindung zwischen den Kringelstücken und den gedrehten Stücken, bzw. ich möchte die Kringel "benutzbarer" machen. In Geschirr und Vasen und alles was mir sonst noch einfällt einfließen lassen, versuchen, ob beides zusammen funktioniert. Erster Versuch heute war, eine Vase zu drehen und stückchenweise die Kringelwürste einzuarbeiten. Geklappt hat es nicht, das Ganze wurde zu instabil, um obendrauf einfach weiterzudrehen. Man könnte das gedrehte und "bewürstelte" Stück einige Zeit stehenlassen, damit es antrocknet und dann neu angestückelten Ton mit dem Unterteil verdrehen. Mangels Zeit habe ich dieses Experiment verschoben und stattdessen zwei 30-35 cm hohe Vasen gedreht, auf die ich nur einen Kringelrand aufgesetzt habe, quasi als Abschluss. Die Form gefällt mir sehr, sie könnten fast noch größer sein. Links ein Bild der ersten fertiggestellten Vase, im Hintergrund die zweite, noch nicht "bekringelte".

17.04.06

Budapest...

bannerbudapest.jpg

... war sommerlich warm, grün, romantisch. Ein paar photographische Eindrücke:

überblick.jpgtür2.jpg

tür1.jpgblumenwand.jpg

burg.jpgfront.jpg

statue.jpggitter.jpg

02.04.06

Er ist's...

frühlingsknoten.jpg frühlingsknoten2.jpg