Simeon Solomon
Seit längerem mal wieder eine Ausstellung - "Simeon Solomon und die Präraffaeliten" in der Villa Stuck. Wie immer mit gemischten Gefühlen bei Bildern wie diesen - aus heutiger Sicht, für heutigen Geschmack gnadenloser Kitsch; das Geschmacksgewissen sträubt sich. Einerseits. Anderseits im zeitlichen Zusammenhang gesehen hochinteressant, vorallem durch die zahlreichen Querverweise auf die Antike und die antiken Mythologien und die Beziehung zur englischen Literatur der Spätromantik. Wordsworth, Keats und Tennyson werden bildlich zitiert und holten sicher auch umgekehrt viel Inspiration aus der zeitgenössischen Malerei.
"Mut zum Kitsch" heißt in diesem Fall vielleicht einfach nur Mut zur Melancholie, Mut zum Schönen, Lieblichen. Muss ja nicht immer nur wehtun, die Kunst.





