Bilderfest
Diese Woche ist Filmfest in München. Zeitlich bekomme ich nur ein Bruchteil von dem zu sehen, was mich interessieren würde, ohnehin weiß man gar nicht, wo man anfangen, worauf man sich konzentrieren sollte. Obskure Außenseiter, die man danach nie wieder irgendwo zu sehen bekommt (und vielleicht auch nicht vermisst)? Oder Filme auf die man neugierig ist, die aber in ein paar Monaten ohnehin regulär anlaufen?
Meine Auswahl ist also ganz unprofessionell und banausig: zeit- und lustbestimmt.



Gestern "Tideland" von Terry Gilliam - ich springe auf alles an, was irgendeine Alice-Referenz verspricht. Und es hätte kaum besser sein können: Sehr verrückt, wirr und schräg - mehr als die teilweise etwas ziellos trudelnde Geschichte haben mich die Bilder beeindruckt. Und die Souveränität, auf die Moralkeule und "Was will uns der Regisseur damit sagen" zu verzichten, selbst im anschließenden Frage-Antwort-Spiel mit dem Publikum.
So bleibt viel hängen visuell - ungetrübt und unerklärt, so wie es sein sollte.






Kommentare
oops, bin neidisch auf dich! (nun gut, ich hatte die berlinale.)
ich wuerde mir filme von den Makhmalbafs ansehen. im programm stehen derer viele! es kommt auch ein dokfilm ueber sie: http://www.filmfest-muenchen.de/dc/ffm_DE/reihen/detail.asp?ID=371
aber ein bissel neidisch bin ich nach dem scrollen im program nun doch, denn der film ueber Neil Young hat auf dem filmfest d-land-premiere.
Verfasst von: Juergen | 19.07.06 23:08