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Schinken

Zwei Museen habe ich bei meinem Besuch in Wien mitgenommen, die unterschiedlicher hätten nicht sein können. In der Albertina wird derzeit eine umfassende Auswahl aus Pablo Picasso's Spätwerk gezeigt. Es war voll wie beim Karstadt am Samstag nachmittag, auch ähnlich unruhig und stimmungsfeindlich. Die großen Gemälde habe ich links und rechts liegen gelassen und mich auf die vielen Radierungen und Lithografien konzentriert. Es begeistert mich immer wieder, wieviel Leben und Orginalität in diesen vermeintlichen Miniaturen steckt. Die Unmittelbarkeit und Skizzenhaftigkeit dieser Bilder packt mich weitaus mehr als die ausladenden (und zunehmend "schlampigen") Gemälde des "reifen" Picasso. Mehr von ersteren dort.

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Kontrastprogramm dann im Kunsthistorischen Museum, wo kaum ein Bild jünger als 200 Jahre ist. Hingetrieben hat es mich wegen einiger Gemälde von Pieter Bruegel, die ich endlich im Orginal sehen wollte. Überwältigender Detailreichtum beim "Turmbau zu Babel" und den "Jägern im Schnee", zum Versinken, Reinkriechen, wenn da die Alarmanlage nicht wäre (und nervöse Aufseher). Beeindruckend diesbezüglich auch die "zusammengesetzten Köpfe" von Guiseppe Arcimboldo.
Und nur ein paar vereinzelte Familien mit gelangweilten Kindern störten den Frieden.