Endlich habe ich es zur aktuellen Ausstellung von Anish Kapoor im Haus der Kunst geschafft und es hat mir noch besser gefallen als erwartet.
Zum ersten Mal aufgefallen (und in Erinnerung geblieben) ist er mir, als seine riesige Skulptur "Marsyas" die Turbine Hall der Tate Modern füllte. Und auch in München beeindrucken die herrlich organischen, sinnlichen und humorvollen Skulpturen und Installationen. "Unscharfe" Mulden in der Wand bei denen einem schwindlig wird, lackierte konkave Körper deren Spiegelungen immer neue "Filme" entstehen lassen, wenn man daran vorbeigeht. Und vorallem der 4 Meter rote Wachsblock, der im Zeitlupentempo durch die Räume der Ausstellung fährt (links ein Modellfoto).
All das permanent umkreist von aufmerksamem Wachpersonal, damit der Spiel- und Anfasstrieb in museumsgemäßen Schranken bleibt. Ein bißchen roten "Lippenstift" konnte ich trotzdem auf die Eintrittskarte schmieren ... angesichts der vielen Fingerspuren wohl auch nicht als Einzige.