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Ein paar hundert Meter vor der "Haustuer" liegt Driving Creek, ein vor vielen Jahren gestartetes Aufforstungs- und Keramikprojekt. Die kleine Eisenbahnstrecke auf der heute taeglich hunderte Touristen die Berge Huegel hinauf und hinunter gefahren werden, diente urspruenglich zum Tonabbau fuer die ortsansaessigen Toepfereien. Heute arbeiten mehrere Keramiker und Glaskuenstler auf dem Gelaende und verschoenern die Strecke zum Aussichtspunkt. Ein kreatives Chaos mit alten Holzoefen, wilden Skulpturen und teilweise seltenen Pflanzen auf dem Weg zu einem grandiosen Ausblick ueber Coromandel.
(Klick fuer Vergroesserung)

Montag bis Freitag besinne ich mich auf waehrend der Ausbildung verinnerlichte (und irgendwo vergrabene) Arbeitsweisen und arbeite in Petra Meybodens Werkstatt, 4 km noerdlich von Coromandel Town. Wir produzieren fuer einen Holzbrand Mitte Dezember, den ich zwar nicht mehr miterleben, deren Ergebnisse ich aber hoffentlich noch vor meiner Rueckreise im April sehen werde ...
Auf dem zweiten Bild (Klick fuer Vergroesserung) ist der grosse Holzofen zu sehen, den Petra mit Hilfe von Gast-Keramikern zweimal im Jahr fuellt. Die Werkstatt liegt am Hang eines idyllischen 3 Hektar grossen Grundstueckes zwischen Obstbaeumen, Gemuesegarten, Busch und Palmen.
Petra fertigt hauptsaechlich Gebrauchskeramik, die sich aesthetisch an einen eher klassischen, englischen Stil anlehnt. Die Details sind sehr interessant - viel Strukturen, Stempel und lockeres Dekor. Sehr praesent sind auch die meterhohen Saeulen (drittes Bild), zu denen ich mir derzeit konkrete Gedanken mache. Jeder Gast-Keramiker verewigt sich hier mit einer persoenlichen Interpretation - meine wird wohl eine Variante der vielen Bambuspflanzen sein, die auf dem Grundstueck wachsen.
Einerseits ist es ungewohnt, sich auf fremde Arbeitsweisen und Formgefuehl einzustellen, andererseits auch interessant, sich (zumindest temporaer) darauf einzulassen - und Inspiration fuer die eigene Arbeit mitzunehmen. Und sei es nur fuer die Werkstatteinrichtung ...

Auch wenn es hier noch nicht so aussieht - die bisherige Zeit in Neuseeland ist hauptsaechlich von Keramik und weniger von Strandausfluegen gepraegt. Zu ersterem bald mehr, bis dahin noch ein paar Bilder vom letzten "Sonntagsausflug" nach Waikawau Bay ...
An den Steinen leben (leckere!) Austern, die man bei Ebbe "ernten" kann:

Die Wassertemperatur reicht zwar momentan gerade so fuer den grossen Zeh, aber die Landschaft ist mit Wolken und Wind gleich um ein Vielfaches dramatischer. Bevor es losging mit Keramik, war letzte Woche noch ein kleiner Ausflug nach Whangapoua drin ...
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Da der Schiffsverkehr in Auckland durchsichtiger ist als der Busverkehr, führte die Stadtflucht heute für 5 Stunden auf die nahegelegene Vulkaninsel Rangitoto. Den (mittlerweile zugewachsenen) Krater des erst 600 Jahre alten Vulkans erklommen, Lavasteine gesammelt, kuriosen Vogelgeräuschen gelauscht und in der Sonne gesessen. Und zwischendurch ein paar Bilder gemacht:





... fühlt sich gar nicht soweit weg an, wie es ist. Viel Fremdes, viel Kurioses, aber auch viel Vertrautes. Eine gute Mischung für den ersten Stadtspaziergang.
Ein Blick in das Stadtzentrum von einem der 53 Hügel (=ehemalige Vulkane) Aucklands und das ozeanische Pendant zum Schneeglöckchen:

Trotz der Handvoll Hochhäuser hat die Stadt Vorortcharakter - viel Grün und viele Häuser, die mich an England erinnern:


Eine Werbetafel (für Spülmittel?) und einer der auffällig vielen alten, ausladenden Bäume im Stadtgebiet:
