
Die Zeit der grossen Ausfluege ist lang vorbei, in den noch verbleibenden Wochen wird experimentiert, gemischt, getestet - in einer Glasurkueche in Nelson. Ein Thema das ich bisher gluecklich vermieden habe, es gibt also viel aufzuholen. Ein paar Bilder ...

Charles Shaw ist aus technischer Richtung zur Keramik gekommen und das ist wahrscheinlich auch der Grund fuer ein offensichtlich sehr viel groesseres Interesse an Glasuren (Chemie!) als an der Formgestaltung. Sein Spezialgebiet sind Kristallglasuren, meist hochglaenzende und hoch (1285 Grad) gebrannte Glasuren, die durch einen manipulierten Abkuehlungsprozess sichtbare und meist reativ grosse Kristalle bilden.
Ich habe angefangen, mit etwas subtileren Varianten (matte Oberflaeche, kleinere Kristalle, weniger kraeftige Farben) zu experimentieren:

Vorerst nur auf kleinen (8 cm Durchmesser) Plaettchen, wirklich spannend wird es dann auf groesseren Gefaessen. Die Glasur hat einen hoeheren Flussmittelanteil als ueblich, denn die Kristalle bilden sich nur, wenn die Glasur waehrend des Brennprozesses in Bewegung ist, d.h. eigentlich unerwuenscht intensiv laeuft (daher auch die starke Glasbildung in der Mitte der Tellerchen oben). Wir experimentieren gleichzeitig mit verschiedenen Moeglichkeiten das zu unterbinden, z.B. durch Beimischung von Kaolin in eine partiell aufgetragene Unterglasur. Mehr Fotos & Ergebnisse in Kuerze!