von Grammasiten und Dodos
Es hat etwas gedauert, bis ich zu Jasper Ffordes 2001 begonnener Thursday Next-Serie gestossen bin, aber es war hoechste Zeit. Eine wahnwitzige Mischung aus smartem Nonsens, ueberbordender Phantasie, Geek-Humor und Liebeserklaerungen an die Literatur - als haetten sich Lewis Carrol und Douglas Adams auf ein Bierchen getroffen.
Handlungsort ist eine verquere Version Englands in den 80er Jahren: Mammuts ziehen durch die Vororte, ausgestorbene Dodos kann man sich per Gen-Set in der heimischen Kueche zuechten und an jeder Strassenecke steht ein Shakespeare-Muenzautomat. Literarische Kriminalfaelle im weitesten Sinn sind das Spezialgebiet der Hauptperson Thursday Next. Angefangen bei einer entfuehrten Titelheldin die per Sprung ins Buch gerettet wird, ueber Grammasiten die Verben und Adjektive fressen, bis hin zum "Fussnotentelefon", das Kommunikation zwischen verschiedenen Buechern erlaubt - alles ist ebenso logisch und simpel wie verrueckt. Wie das ganze auf Deutsch funktioniert weiss ich nicht, aber die bisher in Englisch erschienenen fuenf (von acht geplanten) Baende sind grandios.





