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22.03.09

unter der Staubmaske #2

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Die Test von letzter Woche sehen auch im Grossen gut aus, und die neuen Tests ebenso. Ein paar Bilder vom Stand der Dinge:

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11.03.09

unter der Staubmaske

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Die Zeit der grossen Ausfluege ist lang vorbei, in den noch verbleibenden Wochen wird experimentiert, gemischt, getestet - in einer Glasurkueche in Nelson. Ein Thema das ich bisher gluecklich vermieden habe, es gibt also viel aufzuholen. Ein paar Bilder ...

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02.01.09

draußen Sommer, drinnen Dosen

Die meiste Zeit verbringe ich momentan nicht am Strand sondern in einer kleinen Werkstatt in Motupiko, die sich langsam mit Keramik für die bald kommende Ausstellung füllt. Ich habe mir "Dosen" als Projekt vorgenommen - in allen Größen und Spielarten.

Ein paar Details von unfertigen Stücken:

(Klick für Vergrößerung)

Die Stempel habe ich aus Coromandel "mitgenommen", Petra hat sehr viel mit diesem Dekor gearbeitet und ich habe ein paar Varianten mit Muscheln, Schrauben, Federkielen und Steinen als Abdruckmaterial gemacht.
Gebrannt wird hier bei 1150°C und der Einfachheit und der Knappheit der Zeit halber arbeite auch ich in diesem Brennbereich, mit sehr weißem und feinem Irdenwareton und verschieden eingefärbten Engoben.

26.05.08

Fliesenteppich: Porzellan

Zum Gänseblümchen aufreihen? Oder als Schmutzfänger für die Wand?:

porzellanroehrchen1.jpg porzellanroehrchen2.jpg porzellanroehrchen3.jpg

Nach den Steinzeugexperimenten habe ich meine "Fliesen"-Form jetzt angefangen in Porzellan umzusetzen. Zwei durchlöcherte Exemplare sind beim Trocknen gerissen (zickiges Material!), der Versuch mit geschlossenem Boden (siehe oben) lässt sich vielversprechender an. Es misst ca. 50 x 30 cm, größere Dimensionen werden aufgrund des Materials vermutlich schwierig. Nach einer Zwangspause in der Werkstatt werde ich Mitte oder Ende Juni noch einen zweiten Anlauf mit ersterer Version wagen.

15.05.08

Fliesenteppich #2

fliesefeucht.jpg In der Werkstatt füllen sich die Regale langsam aber stetig mit seltsamen unregelmäßig-löchrigen Tongebilden - nach der letztens erwähnten Ausstellung nun mein Beitrag zum Thema "Fliese".

Momentan noch aus gröberem Ton, der sich hervorragend gnädig für solche Spielereien nutzen lässt. Bald will ich es mit Porzellan versuchen, um den (dann auch zweckfreieren) Stücken einen leichteren und lichteren Charakter zu geben.

Ein paar Bilder:

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02.04.08

Flaschen

Nach den vielen Platten und Tellern für Darmstadt, den flachen und weiten Formen ansich, füllt sich die Werkstatt derzeit mit schlanken und hohen Flaschenformen - quasi als Kontrastprogramm.
Sie sind gedreht und aus zwei bis drei Teilen zusammengesetzt, um eine entsprechende Höhe (50-70 cm) zu erreichen. Dekoriert sind sie relativ monochrom, mit weißer (hier im Bild noch grauer, weil ungebrannter) Engobe und darüber partiell Porzellanengobe in zarten Fabtönen. In die noch feuchte Engobe habe ich Muster und "Gekritzel" geritzt ... was jetzt noch kontrastreich wirkt, gleicht sich farblich nach dem Brand an.
Momentan wirken die Formen noch vergleichsweise stämmig, ich möchte sie noch schlanker und übertriebener wirken lassen.

(Klick aufs Bild für Vergrößerung)

Tonskizzen #2

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Noch mehr "Gebastel" in der Werkstatt ...

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18.03.08

Tonskizzen

plaettchen1.jpg

Weder in der Aubildung noch davor und danach habe ich mich wirklich mit dem System der Skizzen und Modelle vor einem neuen "Werk" anfreunden können. Das meiste entstand und entsteht immernoch im Kopf, vielleicht mit einer kleinen Kritzelei als Notiz.
Für ein geplantes Kunstprojekt, - etwas völlig Zweckfreies - aus Porzellan habe ich jetzt aber doch ein bißchen gebastelt und rumgespielt ...

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11.01.08

Rot, Gelb, Grün und Blau

Der erste Ofen heizt noch, in ein paar Tagen bin ich der Ausstellung in Darmstadt hoffentlich keramisch und auch tatsächlich einen Schritt nähergekommen. Bis dahin: Hoffnung, Zuversicht und die übliche Aufregung.
Wie immer ist das Spannendste und Ungewisse die Transformation der Farben im Brand - beim Dekorieren und Glasieren ist all das nur theoretisch vor Augen, wirkt "trocken" so ganz anders als im fertigen Zustand ...

30.12.07

(Ton)Berge

blombergb.jpg

70 kg Ton habe ich in den letzten Tagen und Wochen verdreht, verknetet, getrocknet, wieder eingesumpft, wieder verdreht. Die Ausstellung rückt näher und auch die Stücke - noch eingepackt und trocknend - werden sehr bald expliziter.
Dazwischen Arbeitstage, Feiertage und auch Wandertage: Bruegel'sche Wintertage im bayrischen Voralpenland zum Beispiel.

30.11.07

Ausblick

schleifen.jpg Das Thronprojekt vorerst so gut wie abgeschlossen, füllt sich die Werkstatt trotzdem nun wieder aufs Neue: Eine Ausstellung in Darmstadt, in der Galerie Keramikum existiert momentan noch nur im Kopf bzw. in einigen beschleiften, trocknenden Tellern und Platten im Regal.

Ausgangspunkt ist ein Teller aus Appledore, das Thema wird jetzt neu aufgegriffen und aufgerollt - ich bin gespannt auf das Ergebnis. Dazu soll es große gedrehte und geschnittene Platten und Teller geben, sparsamer und pointierter dekoriert als bisher. Außerdem einige Dosen und ähnliche geschlossene (große!) Gefäße.
Vom Gekringel habe ich vorerst genug.

Ich freue mich auf meine erste "richtige" Keramik-Ausstellung ...

Die Eröffung soll am 24. Februar 2008 sein.

19.11.07

Aufgetischt

In den letzten Wochen habe ich passend zum Thron noch einen kleinen Tisch und ein "Teegeschirr" gebaut. Der Tisch ist ca. einen Meter hoch, in einem Stück gebaut und genauso wie die Thronbeine innen mit Stegen verstärkt. Die Tischfläche selbst schreit geradezu nach einer begradigenden "Tischdecke".

tisch1.jpg tisch2.jpg tisch3.jpg

Wenn dann alles fertig gebrannt, glasiert, genäht und fotografiert ist, werfe ich das ganze Ensemble in diese Waagschale.

08.10.07

Dichtung und Wahrheit

Am Wochenende habe ich zum ersten Mal die mittlerweile vollständig geschrühten Einzelteile des Throns zusammengesetzt und ihn nun zum ersten Mal auch selbst als Ganzes gesehen.
(nach Klick links und rechts auch größer)
Mittlerweile erholt von dem Realitätsschock sehe ich zwar wie immer vorallem das, was ich jetzt anders machen würde, bin aber allgemein doch zufrieden. Nächste Woche wird glasiert und nochmals gebrannt (auf 1250°C) und bis dahin sollte dann auch bald das Sitzkissen fertig sein. Ich hoffe, der Herbstwind lässt noch ein paar Blätter übrig bis zum Fototermin. Aus dem vierten Bein wird jetzt übrigens ein kleiner Thron-Tisch mit passendem Teegeschirr.

06.09.07

Fledermäuse, Ringel und rote Sessel

SesselK.jpg Ein neues, großes Bild um die Lücken an der Wand im Haus der kleinen Künste aufzufüllen... (Klick links)
Mein persönliches Lieblingsstück der letzten Zeit.

Der andere Sessel, der derzeit noch trocknet wird ebenfalls rot werden, ähnlich wie auf diesen Glasurproben des letzten Jahres.
Zwischen Werkstatt, Staffelei (und Brotarbeit) sticke und nähe ich an zwei Kissen - eins für den Sitz und eins für die Lehne.
Fotos davon und allem anderen folgen bald.

30.08.07

(Theoretisch) fertig

LehneD.jpg ... ist der Thron heute geworden. Das letzte Stück, die Lehne ist links (nach Klick) zu sehen. Sie wird auf die Zapfen des Sitzes gesteckt und besteht aus drei Teilen: oberhalb der zweiten Querverbindung lassen sich die Zipfel jeweils abnehmen. Der Ofen ist sonst nicht groß genug, insgesamt ist die Lehne ca. 110 cm hoch. Jetzt muss alles noch trocknen und gebrannt, glasiert und ein zweites Mal gebrannt werden. Erklärtes Ziel ist ein Photo vom fertigen Thron vor einer voralpinen (diesjährigen!) Herbstlandschaft.

20.08.07

Phönix /2

Heute bin ich mit dem neuen Sitz für den Thron fertig geworden. Hier sind die letzten Arbeitschritte (durch Klick auch größer) zu sehen: Im Mittelteil des Sitzes sind noch mehr Stege eingesetzt und die Deckfläche dann nach und nach geschlossen worden.
Im rechten Bild ist der fertige Sitz zu sehen, die beiden Zylinder sind die Steckvorrichtungen für die Lehne.

(siehe Modell und Zeichnung)

16.08.07

Wie Phönix

sitzneukl.jpg... aus der Asche (mindestens!) ensteht gerade ein neuer Sitz für den Thron aus der eingesumpften alten Version.

Die Form ist jetzt viel organischer und mehr im Sinne der restlichen Teile und der ursprünglichen Idee und ich bin mit dementsprechend viel neuem Schwung bei der Sache.

Mehr und einige Fotos:

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20.06.07

frischer Wind

hdkk.jpg Das Haus der kleinen Künste im Münchner Glockenbachviertel ist eine vor einigen Monaten neu entstandene Plattform für junge Künstler und Designer. Das Geschäft in der Buttermelcherstraße bietet ein wechselndes Angebot an Mode, Design und Kunst.

In den nächsten Wochen auch Keramik und Filz von hier. Und demnächst in größerem Stil vorallem (endlich) neue Bilder.

22.05.07

Koralle? Herzklappe? Baumstumpf?

koralle1.jpgkoralle2.jpgkoralle3.jpgkoralle4.jpgkoralle5.jpg

Obiges Gewächs steht derzeit in der Werkstatt und fragt mich, was es eigentlich sein oder werden soll. Nach dem Brand und mit der Glasur(?) wird es sich dann wohl entscheiden, bis jetzt hat es in erster Linie einfach Spaß gemacht, nach längerer Zeit mal wieder etwas aufzubauen. Ohne Drehscheibe, oder Plattenwalze - ohne Firlefanz.
Ungefähr 70 cm ist es hoch und im Moment schwebt mir "etwas Rotes" für die Oberfläche vor. Matt und unregelmäßig, rissig, ...

05.04.07

Lampen v.1.1

kuechenlampen.jpgkuechenlampen2.jpg
So sehen die Lampenschirmchen zur Zeit aus, mit denen es nach dem ersten Versuch nun weitergeht. Krummer und buckliger und mit etwas entschiedenerem Dekor. Immernoch mit Schellack, aber ich habe auch ein paar Versuche mit eingefärbter Masse gestartet. Das Ergebnis dort wird allerdings erst nach dem Brennen wirklich sichtbar.

01.10.06

Lackschildläuse

schellack.jpg... ernähren sich von Pflanzensäften und scheiden eine harzartige Substanz aus, aus der man Schellack gewinnt. Daraus stellt man mittlerweile zwar keine Schallplatten mehr her, aber gebraucht wird er immernoch, u.a. in der Keramik.
Dünn auf den ungebrannten Ton (in diesem meinem Fall Porzellan) aufgepinselt, versiegelt er die Oberfläche. Mit einem feuchten Schwamm werden dann die freien Stellen ausgewaschen, so dass ein flaches Relief entsteht. Beim Brennen verschwindet der Schellack wieder rückstandslos. (Auf dem Foto ist links ein schon ausgewaschenes Gefäß zu sehen, rechts ein noch unfertiges.)
Der momentane Plan ist, dass die dünneren Stellen des Porzellans nach dem Brand durchscheinend sind. So spaziere ich wiedereinmal auf einem schmalen Grat, denn "dünn genug" liegt sehr nahe bei "zu dünn" (und kaputt). "Lichter" sollen es werden, so oder auf eine andere Art.

10.09.06

in der Werkstatt #4

sitzlehne.jpglizemtage.jpg Langsam geht mir die Puste aus mit meinem Thron, dem Gekringel. Momentan bin ich bei der "Lehne", bestehend aus zwei langen Röhren (siehe Modell), der Atem wird also noch reichen, denn bald bin ich fertig. Dann wird getrocknet, gebrannt, glasiert und ich hoffe der Herbstwind hat ein paar Blätter an den Bäumen gelassen, wenn dann alles fertig für das finale Photo (mit Bergkulisse?) ist.
Parallel experimentiere ich zur Zeit mit Porzellan. Allein das Drehen ist schon eine Kunst, Porzellan ist wie Kuchenteig - sehr unplastisch. Es geht recht gut mittlerweile (zumindest im Kleinen), ich möchte Porzellanlichter machen, kleine, für Kerzen nur vorerst. Und mir den Effekt zu Nutze machen, dass Porzellan durchscheinend ist, wenn es ganz dünn ist. Rechts ein Bild von Liz Emtage's wunderbaren Lampen als Beispiel.

03.09.06

"Dieses Baums Blatt..."

ginkgo.png Das Kissen für den Thron nimmt Gestalt an, zumindest im Geiste. Ich hab mir ein großes Stickprojekt vorgenommen, für die kommenden langen Tage im Laden.
Der Thron selbst soll orange-rotbraun glasiert werden (Photos der Glasurproben dort, zur Erinnerung), also wird ein grünfarbiges Motiv gut passen: Zwei Gingko-Zweige sollen sich darauf ranken; der Entwurf steht schon.
Der Kopf ist voll mit Goethe (Klick auf das Bild rechts, oder auch hier), botanischen und historischen Fakten, Plattstich, Kettstich und Stielstich, und ich hoffe, die momentane Motivation wird Schritt halten.

24.08.06

Alternativen

sitzfertig.jpg stoffe.jpg Der Sitz für den Thron ist fertig. Er ist erschreckend schwer, und wird wohl nur zu zweit zu heben zu sein. Ich habe mich nun doch gegen Armlehnen entschieden, schweren Herzens. Die Sitzfläche erscheint mir eher klein, Armlehnen würden noch mehr Platz nehmen - man säße dann zwar sehr thronhaft aber eventuell ziemlich beengt.
Ich habe zwei Zapfen angebracht (rechts), auf die dann die Rückenlehne gesteckt wird; die tatsächliche Sitzfläche ist jetzt ca. 40 x 55 cm groß und etwa 25 cm hoch. Das Ende ist in Sicht! Mit der Rückenlehne habe ich heute angefangen, dann muss "nur" noch gebrannt werden.
Über den Verlust der Armlehnen tröste ich mich mit Plänen für ein Sitzkissen hinweg und habe schon verschiedene Stoffe im Auge (links). Vielleicht werde ich auch selbst etwas sticken und/oder filzen an den kommenden langen Herbstabenden...

11.08.06

Kringelrausch

sitzbanner1.jpg Der Sitz (s.u.) für den Thron ist fast fertig. Gestern habe ich fast die gesamte Sitzfläche mit Kringeln bedeckt (Klick auf das Bild links), so lang, dass ich beinahe selbst schon genug davon hatte.
Jetzt ist eine Woche Zwangspause in der Werkstatt; ich werde sie nutzen, um mir Gedanken über die Armlehnen zu machen. Irgendwie ists eben kein richtiger Thron ohne Armlehnen...

07.08.06

Plan D

sitz1.jpg Erstaunlicherweise ist die Operation am gebrochenen Thronbein geglückt. Vom Bruch ist zumindest von außen nichts mehr zu sehen und es scheint wieder gut verbunden zu sein.
Trotzdem habe ich mich nun doch dafür entschieden, es bei drei Beinen zu belassen. Einmal um das Wackelrisiko einzuschränken und auch vorallem, weil es mir mittlerweile besser gefällt. Es wirkt schlanker und eleganter, nicht so massig.
Heute habe ich das Innenleben der Sitzfläche gebaut. (Auf dem Bild links von oben gesehen. In die drei Aussparungen werden die Zapfen der Beine gesteckt.) Ebenso wie die Beine wird sie mit Stegen verstärkt, um das Gewicht zu verteilen. Eine langwierige Arbeit, die nicht wirklich Spaß macht. Zum Glück muss es nicht (wie in der Ausbildung bei ähnlichen Arbeiten) gerade und rechtwinklig sein - ganz im Gegenteil, denn der Sitz soll ja zum Restthron passen.
Jetzt fehlt noch der "Deckel" und dann kann der angenehme Teil der Arbeit kommen: wildes Gekringel.

03.08.06

(Hals- und) Beinbruch

Ein langer, tragischer Tag in der Werkstatt, heute. Nachdem endlich der bestellte Ton gekommen ist, habe ich Platten ausgewalzt, um mit der Sitzfläche für der Thron weitermachen zu können. Die Sitzfläche wird aus Tonplatten gebaut - innen mit Stegen vertärkt, außen mit Kringeln verziert. (dort nochmal das Modell zur Erinnerung)
Zwei Thronbeine sind schon geschrüht, die anderen beiden kamen heute in den Ofen.
Bzw. sollten. Eine Sekunde Unachtsamkeit, eine Tischkante ... und das letzte Thronbein hat ein Stück Fuß verloren. Vier glücklicherweise gerade und saubere Bruchkanten, so dass das ganze theoretisch gut zu reparieren ist. Kleben kann man zwar erst nach dem Brand, aber während der Ausbildung haben wir ein Stück Alchemie (oder Keramikerlatein?) mitbekommen: Tonschlicker aus Essigessenz klebt angeblich ungeschrühte Bruchstellen. Ich kann mich zwar nicht erinnern, dass das bei mir tatsächlich einmal funktioniert hätte (zumindest nicht bei so großen Brüchen) aber ein Versuch ist es wert:

bruch.jpg essig.jpg schlicker.jpg

Also schnell zum Supermarkt und Essigessenz gekauft (und Schokolade als Nervennahrung).

repariert.jpg Zusammen mit trockenen Tonkrümeln entsteht ein Tonbrei, Schlicker genannt, mit dem die gebrochenen Teile wieder aneinander montiert werden.
Ich habe eher wenig Hoffnung das es tatsächlich klappen wird, bisher konnte mir zumindest noch niemand einleuchtend erklären, was da für Wundermittel in der Essigessenz enthalten sind.

Plan B: In jedem Fall können die Stücke geklebt werden wenn alles fertiggebrannt ist, die Bruchstelle wird dann allerdings sichtbar sein.

Plan C: eine neues Bein muss gemacht werden.

Plan D: Der Thron wird dreibeinig (und garantiert wackelfrei!), die Sitzfläche trapezförmig statt quadratisch. Ein Bein hinten, zwei vorn. Je mehr ich heute über diese Möglichkeit nachdachte, desto attraktiver erschien sie mir, ja fast sogar attraktiver als die ursprüngliche Idee der vier Beine.

Das operierte Bein ist jedenfalls jetzt erst einmal im Ofen, am Montag weiß ich mehr.

13.07.06

in der Werkstatt #3

ofenkanne.jpg Bevor ich mit dem Thron weitermachen kann, muss in der momentan sehr knappen Werkstattzeit noch ein Auftrag fertiggestellt und überhaupt die Tonlieferung organisiert werden (ich schwimme quasi auf dem Trocknen derzeit). Deshalb heute große Dekorier- und Glasieraktion und rein in den Ofen, damit Platz ist für Kommendes, auch im Kopf.

Ein paar Bilder...

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12.06.06

zwischen Tür und Angel

probe1.jpgprobe2.jpg... habe ich ein paar Glasurproben für den Thron gemacht. (richtig weiter gehts dort erst wieder im Juli) Der Ton ist neu, auch die Glasur hat sich geändert seit den Schneckentürmen, also muss ich zumindest in kleinem Maßstab sehen, was funktioniert und gut aussieht und was nicht. Links der Ton "pur", mit aufgetragener und wieder weggewischter Glasur, die sich so nur in den Ritzen und Unebenheiten hält. Auf die Proben rechts habe ich vor dem Schrühbrand eine Engobe mit Zirkonsilikat aufgetragen, um die Oberfläche weißer werden zu lassen. (14 Teile Ball Clay, 10 Teile China Clay, 3 Teile Zirkonsilikat) Darauf dann diesselbe Glasur. Die Engobe hat die Oberfläche ebenmäßiger werden lassen, so dass die Glasur nur sehr partiell färbt. Es gibt keinen leichten Farbschleier, den ich eigentlich sehr wichtig finde. Auch ist das Kupferoxid in beiden Fällen eher schwarz als grün geworden. Ich werde also noch ein wenig mischen und probieren...

06.06.06

100 kg Ton

thronbeineklein.jpg ... sind verbraucht bis zum letzten Krümel und die Thronbeine sind fertig!
Zuletzt habe ich jetzt noch die Verbindungszapfen angebracht, damit die Beine dann in die Sitzfläche gesteckt und verklebt werden können. Wie so oft lösen sich offene Fragen, wenn es dann soweit ist.

Genaueres und ein paar Bilder...

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28.05.06

Sie wachsen

fuss3.jpg fuss4.jpg
..., die Füße. 30 cm fehlen noch.

21.05.06

Elefantenfüße

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Gestern habe ich endlich mit meinem geplanten Thron begonnen. Das Modell vermessen, hochgerechnet und losgelegt. Vier Elefantenfüße stehen jetzt in der Werkstatt...

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20.04.06

in der Werkstatt

glasuren.jpg Ein schöner, produktiver Tag heute in der Werkstatt. Es scheint, als hätte ich die Wintermüdigkeit und Antriebslosigkeit endlich abgschüttelt - ich war mit viel Spaß und Energie bei der Sache und hab mangels Ton für den geplanten (und im Kopf schon längst fertigen) Thron gedreht, glasiert und gewürstelt. Ein paar Fotos vom heutigen Tag und Einblicke in die Glasurküche:

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29.03.06

Größenwahn

thronklein.jpg Drei Jahre ist es mittlerweile her, dass ich für acht Monate in Südwestengland war, für ein Praktikum bei Sandy Brown. Aus dieser Zeit steht ein kleines Tonmodell in meinem Regal, welches ich damals als Ideenskizze für eine Sitzbank gemacht habe. (Hier ein Artikel über diese Zeit und auch ein Foto von ebendiesem Modell.) Ein Auftrag winkte von der Ferne, aus dem nichts wurde, aber mir gefiel der Plan ansich. Ich brannte das Modell und nahm es mit, seitdem erinnert es mich immerwieder an dieses Vorhaben, etwas "richtig Großes" aus Keramik zu machen - etwas, das mehr Lebensraum einnimmt als Geschirr oder eine kleine Skulptur.
In der neuen Werkstatt gibt es nun endlich einen größeren Ofen, zumindest einen, der dieses Projekt möglich macht. Und ich bin voll Motivation, es jetzt Wirklichkeit werden zu lassen. Ein neues Modell gibt es schon...

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19.02.06

Pläne

figur.jpg Alice lässt mir keine Ruhe. Oder besser gesagt: hat sich wieder gemeldet und mich daran erinnert, dass da noch einiges ungemalt und unausgeführt geblieben ist, seit ich letztes Jahr einige Bilder zu dem Thema gemalt habe.
Es reizt mich wieder oder immernoch, ein größeres Projekt zu diesem Thema in Angriff zu nehmen - materialübergreifend: Bilder, Dreidimensionales, Keramik und Fotos davon, die in sich auch wieder Bilder sind und als solche für sich stehen. Noch ist alles sehr diffus und nicht zuende gedacht, geschweige denn ausgeführt oder begonnen. Ich kritzel vor mich hin und sehe, was passiert...

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