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14.02.10

Momentan/Fürs Erste/Bis auf Weiteres

... ist keramisch gesehen Pause. Leider konnte die bisherige Werkstattgemeinschaft nicht weiterbestehen und ich bin somit vorerst ohne Arbeitsmöglichkeit. Auch derzeit noch ohne Energie, etwas Neues zu suchen oder voranzutreiben. Es gibt andere Baustellen, auf denen es weitergeht, z.B. ein im letzten September begonnenes Studium der Kulturwissenschaften. So ganz verwaisen wird diese Seite aber nicht, denn so völlig ohne kreativen Ausgang wird es natürlich auch nicht gehen auf Dauer ...

Und: Der Blog ist entschlackt und verdünnt - neue (v.a. literarische) Spielwiese ist jetzt dort.

31.01.10

Experimente

Als die Abende noch ganz lang waren, habe ich u.a. an diesen Dosen "herumgebastelt". Die Ursprungsidee war, Keramik bzw. Porzellan einen irgendwie gearteten textilen Charakter zu geben, etwas stoffliches. Wie so oft bin ich mir letzten Endes nicht mehr sicher, ob ich wirklich dahin wollte, aber das Ergebnis ist nichtsdestotrotz interessant und vielleicht ein Ausgangspunkt für etwas Neues, Anderes:

16.12.09

Tollwood

Vom 10. bis 16. Dezember bin ich mit einem eigenen kleinen Stand auf dem Tollwood zu finden. Die Festivalleitung schreibt jedes Jahr eine kleine Anzahl mietfreier (und sonst unbezahlbarer) Standplätze zur Bewerbung aus, um "Jungunternehmer" zu fördern. Dieses Mal bin ich dabei - im Mercato-Zelt, das gleich rechts neben dem Haupteingang liegt.
Dort kann man dann u.a. sehen, was in den letzten drei Wochen unter Hochdruck in der Werkstatt entstanden ist ... und mir einen Glühwein und Crêpes vorbeibringen.

06.12.09

werkstattliche Weihnachtsveranstaltung

JuliaK.jpg Am kommenden Wochenende - 5. und 6. Dezember - öffnen wir offiziell unsere Werkstatt-Tür, setzen den Punschtopf auf, verteilen Lebkuchen und freuen uns auf interessierten (und interessanten) Besuch.

(Klick aufs Bild für mehr Informationen)

25.09.09

blau-weiß

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... ist derzeit nicht nur der Himmel über München und die Flaggen an der Theresienwiese, sondern auch das Resultat der letzten Wochen. Brandfrisches Porzellan aus dem Ofen, hier ein paar Bilder:

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08.09.09

Stillleben #2

stillleben.jpg Seit heute und bis zum 2. Oktober zeigt die Galerie Handwerk unter dem Titel "Stillleben" zusammengefasst Einzelstücke und Kleinserien aus Metall, Glas, Keramik und Holz - sehr schön arrangiert und präsentiert (was dort leider nicht selbstverständlich ist).

Besonders keramisch sind einige gute Namen und schöne Stücke dabei und zumindest an einem Kännchen von Gwen Bainbridge klebt schon ein roter Punkt.

30.07.09

Natur und Kunst

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Zumindest photographisch gab das Wochenende im Odenwald einiges her: ein verwildertes Grundstück mit Bachlauf, altem Baumbestand und dazwischen Kunst und Künstlerisches. An interessiertem Besuch mangelte es nicht, auch wenn man bei der Mehrheit noch echte Pionierarbeit zu leisten hatte.

Ein paar Bilder ...

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25.07.09

Ausstellungseröffnung am kommenden Sonntag

Den kommenden Sonntag, den 26. Juli werde ich in einem Garten im Odenwald verbringen - bei hoffentlich passendem Wetter und als Gastkünstlerin nebenstehender Ausstellung.

(Karte bei GoogleMaps)

In den Bäumen die Porzellanfenster und in der Wiese die Flaschenvasen - alle Interessenten sind herzlich willkommen!

(Klick für Vergrößerung)

14.07.09

Flaschenvasen #2

Die Flaschen drehen sich weiter ... Ein neuer Schwung kam gestern aus dem Ofen:

(Klick für Vergrößerung)

Sie sind nur innen glasiert um sie dicht zu machen, außen habe ich in den feuchten Ton geritzt, mit eingefärbten Engoben dekoriert und vor dem Glattbrand die Vertiefungen mit Mangan betont (daher die dunklen Linien/Rillen). Immernoch zum Einsatz kommt auch der feuerfeste Zeichenstift, den ich in Neuseeland gekauft und benutzt habe.
Auch wenn ich immernoch nicht "genug" habe, werde ich demnächst wohl mit Dosen in ähnlicher Art und Dimension weitermachen.

17.06.09

Vasenflaschen/Flaschenvasen

Angeknüpft an die Zeit vor Neuseeland, habe ich in der Werkstatt das Thema "Flaschen" wieder aufgenommen. Weniger Flaschen als Vasen sind es momentan, etwas ruhiger und "gerader". Zwischen 35 und 43 cm hoch (mehr gibt der aktuelle Ofen leider nicht her), nur innen glasiert und außen mit Engobe und Ritzdekoren verziert:

(Klick für Vergrößerung)

15.06.09

neue Werkstatt #2

Ein paar Bilder von der Eröffnung letzten Freitag, alles auf Hochglanz geputzt und präsentabel arrangiert, das Angestaubte und produktiv Eingedreckte mal für einen Tag ausgeblendet. Jetzt kann es "richtig" losgehen, dazu bald mehr.

draussen.jpg Regale.jpg vonDraussen.jpg

09.06.09

neue Werkstatt

einzelstueck.jpg ... neues Glück! Seit ein paar Monaten befinden sich Ton, Glasur und Ofen an neuer und um einiges zentralerer Stelle, genauer gesagt in der Gabelsbergerstraße 46 in Schwabing.

Inzwischen ist auch (fast) alles ausgepackt, aufgestellt und frisch angeschmutzt - Zeit also für eine offizielle Eröffnung der neuen Werkstattgemeinschaft.

Am Freitag den 12.06. von 10 Uhr morgens bis 10 Uhr abends sind wir alle mit Speis und Trank vor Ort und freuen uns auf interessierten Besuch.

06.06.09

Aktuelle Ausstellung

KarteNeubiberg.jpg

31.05.09

bunt vor blau

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München hat ein neues Museum - vor einer guten Woche eröffnet, schlängeln sich zumindest an meinen freien Tagen immernoch die Menschenmassen davor. Drinnen gibts irgendwann dann auch für mich mehr oder weniger populär-modernes, von außen ist es schon jetzt wunderschön, vorallem vor so blauem Himmel wie heute. Die Architekten wären ein guter Kontakt, die Verkleidung besteht aus tausenden verschiedenfarbig glasierten Keramik(!)stäben - die ersten sind schon weg.

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22.03.09

unter der Staubmaske #2

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Die Test von letzter Woche sehen auch im Grossen gut aus, und die neuen Tests ebenso. Ein paar Bilder vom Stand der Dinge:

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11.03.09

unter der Staubmaske

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Die Zeit der grossen Ausfluege ist lang vorbei, in den noch verbleibenden Wochen wird experimentiert, gemischt, getestet - in einer Glasurkueche in Nelson. Ein Thema das ich bisher gluecklich vermieden habe, es gibt also viel aufzuholen. Ein paar Bilder ...

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25.01.09

Ausstellung in Motupiko

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Bilder aus der Ausstellung

18.01.09

Blaue Punkte

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... statt rote Punkte (im Schreibwarenladen gabs nur blaue), gestern bei der sehr erfolgreichen Ausstellungseröffnung.
Ein paar Bilder ...

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02.01.09

draußen Sommer, drinnen Dosen

Die meiste Zeit verbringe ich momentan nicht am Strand sondern in einer kleinen Werkstatt in Motupiko, die sich langsam mit Keramik für die bald kommende Ausstellung füllt. Ich habe mir "Dosen" als Projekt vorgenommen - in allen Größen und Spielarten.

Ein paar Details von unfertigen Stücken:

(Klick für Vergrößerung)

Die Stempel habe ich aus Coromandel "mitgenommen", Petra hat sehr viel mit diesem Dekor gearbeitet und ich habe ein paar Varianten mit Muscheln, Schrauben, Federkielen und Steinen als Abdruckmaterial gemacht.
Gebrannt wird hier bei 1150°C und der Einfachheit und der Knappheit der Zeit halber arbeite auch ich in diesem Brennbereich, mit sehr weißem und feinem Irdenwareton und verschieden eingefärbten Engoben.

01.01.09

Handtaschen, Hunde und rostendes Metall

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Die Region zwischen Nelson und Motueka scheint eine keramisch und künstlerisch sehr lebendige zu sein, ein paar persönliche Highlights einer kleinen Exkursion ...

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02.12.08

Perfekt Unperfekt

Im Februar (anlässlich der Ausstellung im Keramikum) geschrieben, nun endlich im aktuellen Heft der Neuen Keramik - Marion Schmidts Artikel über meine Keramik. Zu lesen hier im Archiv.

29.10.08

Coromandel #4: Driving Creek Railway & Potteries

Ein paar hundert Meter vor der "Haustuer" liegt Driving Creek, ein vor vielen Jahren gestartetes Aufforstungs- und Keramikprojekt. Die kleine Eisenbahnstrecke auf der heute taeglich hunderte Touristen die Berge Huegel hinauf und hinunter gefahren werden, diente urspruenglich zum Tonabbau fuer die ortsansaessigen Toepfereien. Heute arbeiten mehrere Keramiker und Glaskuenstler auf dem Gelaende und verschoenern die Strecke zum Aussichtspunkt. Ein kreatives Chaos mit alten Holzoefen, wilden Skulpturen und teilweise seltenen Pflanzen auf dem Weg zu einem grandiosen Ausblick ueber Coromandel.

(Klick fuer Vergroesserung)

22.10.08

Coromandel #3: Puketai Pottery

puketaibanner.jpg

Montag bis Freitag besinne ich mich auf waehrend der Ausbildung verinnerlichte (und irgendwo vergrabene) Arbeitsweisen und arbeite in Petra Meybodens Werkstatt, 4 km noerdlich von Coromandel Town. Wir produzieren fuer einen Holzbrand Mitte Dezember, den ich zwar nicht mehr miterleben, deren Ergebnisse ich aber hoffentlich noch vor meiner Rueckreise im April sehen werde ...

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27.09.08

Ausblick/Durchblick

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Während die Wohnung Kopf steht und irgendwo dazwischen mein noch leerer Koffer, habe ich gestern die letzten fertigen Stücke aus dem Ofen geholt: Noch mehr Porzellanfenster, die gemeinsam eine Art ""Flickenteppich" ergeben sollen. Hier noch provisorisch mit Nylonschnur zusammengenäht, irgendwann nächsten Sommer dann mit Silberdraht, Blattgold und Lötkölben vollendet in einem hessischen Baum.
Bis dahin wird alles im Keller eingelagert und fühlt sich hoffentlich nicht allzu alt an, wenn ich es nächstes Frühjahr mit neuseeländischen Eindrücken im Kopf und im Gepäck wieder auspacke.

(Klick aufs Bild für vollständige Ansicht)

29.07.08

Flaschendrehen

Es ist schon eine Weile her (für mein Gefühl noch länger), aber es gibt sie noch: Die Flaschenformen, an denen ich mich vor ein paar Monaten versucht habe sind fertig, und mit einigen davon bin ich auch sehr zufrieden.

(Klick für Vergrößerung)

Insgesamt sind sie mir so im Vergleich zur ursprünglichen Vorstellung eigentlich noch zu "schwer", vom Charakter her - aber sie werden sich noch weiterentwickeln, denke ich.

23.07.08

Porzellanbecher

porzellanbecher1.jpg porzellanbecher2.jpg
(Klick für Vergrößerung)

Noch ein paar Stücke aus der letzten Ofen-Ausbeute. Schamottiertes Porzellan mit Engobe, eingefärbter Glasur und speziellen Keramik-"Bunt"-Stiften, die ich mal irgendwann gekauft und wiedergefunden habe. Die Kreide wird unter der Glasur aufgetragen und mitgebrannt. Leider funktionieren nur die dunklen Farben (blau/grün) richtig gut.

"organische Bestandteile"

... sind neben Quarz, Kaolin und Aluminiumoxid je nach Sorte ein Hauptinhaltsstoff von Ton und Porzellan.
Algen und Moose konnte ich schon öfter auf feucht verpacktem oder sumpfendem Ton beobachten, aber heute zum ersten Mal ein richtiges Pflänzchen mit Blättern und Wurzeln.

(Klick aufs Bild für komplettes Foto)

21.07.08

Fenster zum Hof

Die ersten "Fliesen" sind glücklich gebrannt ... und machen sich wunderbar in meinem Fenster:

(Klick für Vergrößerung)

Ich würde sie gerne noch größer werden lassen (mit den momentanen 40x30 cm ist man leider schon ziemlich an der Grenze, zumindest bei Porzellan), vielleicht dann zusammengesetzt aus mehreren Teilen.

26.05.08

Fliesenteppich: Porzellan

Zum Gänseblümchen aufreihen? Oder als Schmutzfänger für die Wand?:

porzellanroehrchen1.jpg porzellanroehrchen2.jpg porzellanroehrchen3.jpg

Nach den Steinzeugexperimenten habe ich meine "Fliesen"-Form jetzt angefangen in Porzellan umzusetzen. Zwei durchlöcherte Exemplare sind beim Trocknen gerissen (zickiges Material!), der Versuch mit geschlossenem Boden (siehe oben) lässt sich vielversprechender an. Es misst ca. 50 x 30 cm, größere Dimensionen werden aufgrund des Materials vermutlich schwierig. Nach einer Zwangspause in der Werkstatt werde ich Mitte oder Ende Juni noch einen zweiten Anlauf mit ersterer Version wagen.

15.05.08

Fliesenteppich #2

fliesefeucht.jpg In der Werkstatt füllen sich die Regale langsam aber stetig mit seltsamen unregelmäßig-löchrigen Tongebilden - nach der letztens erwähnten Ausstellung nun mein Beitrag zum Thema "Fliese".

Momentan noch aus gröberem Ton, der sich hervorragend gnädig für solche Spielereien nutzen lässt. Bald will ich es mit Porzellan versuchen, um den (dann auch zweckfreieren) Stücken einen leichteren und lichteren Charakter zu geben.

Ein paar Bilder:

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06.05.08

Approved

Jetzt, da alle Formalitäten glücklich erledigt sind, hier die offizielle Kundgabe: Im Oktober dieses Jahr beginnt ein weiteres kleines Auslandsabenteuer in keramischer und sicher auch sonst inspirierender Umgebung: Bis April 2009 werde ich dann in Neuseeland Holz hacken, Pinguine fotografieren und die Füße in sommerwarmen Sand stecken. Es soll eine ähnliche Unternehmung werden wie vor sechs Jahren in England, dieses Mal vielleicht breiter gefächert, bei mehreren Keramikern und in verschiedenen Gegenden. Eine Anlaufstelle, einen Startpunkt vielleicht, habe ich schon - alles weitere ergibt sich in den nächsten Monaten oder dann dort an Ort und Stelle.
visanz.jpg
Das Visum wurde übrigens ganz zeitgemäß und relativ unkompliziert online beantragt, ausgefüllt und bestätigt. Ein zweiseitiger Ausdruck soll mir dann bei der Einreise zu dem gewünschten kleinen Aufkleber im Reisepass und einer temporären Arbeitserlaubnis verhelfen.

01.05.08

Keramik am See

Vom 1. bis zum 4. Mai präsentiert sich in Diessen am Ammersee wie jedes Jahr ein europäisches Keramiker-Sammelsurium - das Wort "Töpfermarkt" ist angesichts der teilweise hochkarätigen Aussteller wenig passend, zumindest nicht in der Assoziation, die ich diesbezüglich habe. Der einzige Markt in Deutschland, an dem ich gerne teilnehmen würde - bis es soweit ist, lasse ich zumindest ein wenig Geld da.
Dieses Mal für einen kleinen Becher von Stephanie Raymond, einen wunderbaren Teller von Iris Schöne und einen Porzellanbecher von Kordula Kuppe (der originelle Boden von letzterem hier).

stephanieraymond.jpg irisschoene.jpg kordulakuppe.jpg

18.04.08

Fliesenteppich

bainbridge.jpg In der guten alten Galerie Handwerk eröffnete gestern Abend schon die zweite keramisch orientierte Ausstellung dieses Jahr.
Zum Thema "Künstlerische Fliesen" ist den illustren internationalen Ausstellern mal mehr mal weniger eingefallen. Wie immer eine Mischung aus Schauerlich-Biederem und Innovativ-Experimentellem, auch wenn dieses Mal letzteres der eindeutige stärkere Eindruck war. Viele meiner Lieblinge sind vertreten, teilweise zu absoluten (unverständlichen) Schnäppchenpreisen, so dass auch ich meine bescheidene Sammlung mal um zwei Stücke vergrößern konnte.
Eine sehr inspirierende Ausstellung ... ich wollte sowieso bald die Toilette renovieren.

(links ein von mir erstandenes Stück von Gwen Bainbridge)

02.04.08

Flaschen

Nach den vielen Platten und Tellern für Darmstadt, den flachen und weiten Formen ansich, füllt sich die Werkstatt derzeit mit schlanken und hohen Flaschenformen - quasi als Kontrastprogramm.
Sie sind gedreht und aus zwei bis drei Teilen zusammengesetzt, um eine entsprechende Höhe (50-70 cm) zu erreichen. Dekoriert sind sie relativ monochrom, mit weißer (hier im Bild noch grauer, weil ungebrannter) Engobe und darüber partiell Porzellanengobe in zarten Fabtönen. In die noch feuchte Engobe habe ich Muster und "Gekritzel" geritzt ... was jetzt noch kontrastreich wirkt, gleicht sich farblich nach dem Brand an.
Momentan wirken die Formen noch vergleichsweise stämmig, ich möchte sie noch schlanker und übertriebener wirken lassen.

(Klick aufs Bild für Vergrößerung)

Tonskizzen #2

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Noch mehr "Gebastel" in der Werkstatt ...

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18.03.08

Tonskizzen

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Weder in der Aubildung noch davor und danach habe ich mich wirklich mit dem System der Skizzen und Modelle vor einem neuen "Werk" anfreunden können. Das meiste entstand und entsteht immernoch im Kopf, vielleicht mit einer kleinen Kritzelei als Notiz.
Für ein geplantes Kunstprojekt, - etwas völlig Zweckfreies - aus Porzellan habe ich jetzt aber doch ein bißchen gebastelt und rumgespielt ...

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15.03.08

Ausstellung im Februar/März

keramikum.jpg Die aktuelle Ausstellung findet noch bis zum 15. März 2008 in der Galerie Keramikum in Darmstadt statt. Meine Keramik wird zusammen mit den Arbeiten von Petra Bittl gezeigt.

Die Vernissage war am 24. Februar, Fotos davon hier.

14.03.08

Rückblick

galeriehandwerk.jpg Noch bis zum 5. April kann man sich in der Galerie Handwerk anschauen, wie diese auf ihr 40jähriges Bestehen zurückblickt: mit einer (für mich) nicht ganz nachvollziehbaren Auswahl aus den Bereichen Keramik, Holz, Glas, Metall und Schmuck. Vieles, vorallem im keramischen Bereich war erst vor kurzem dort zu sehen und so wirkte es auf mich teilweise etwas so, als hätte man nochmal all das hingestellt, was noch so im Depot rumsteht. Aber da das Bestehen, das renommierte und erfolgreiche Bestehen einer Galerie dieser Art in München oder vielleicht Deutschland ansich allein schon Grund zur Befriedigung sein sollte, hält man sich mit Derartigem wahrscheinlich besser zurück. Keramisch war die gezeigte Auswahl zwar kein Reißer - positiv und inspirierend in Erinnerung bleiben wird mir aber ein filigranes Drahtgespinst von Gudrun Gunnarsdóttir und die Holzgefäße von Ernst Gamperl.

10.03.08

Nachhut (Ehrenrunde)

Heute habe ich die "Reste" der großen Darmstadt-Produktion aus dem Ofen geholt, noch mehr Platten und Teller, die es zwar zeitlich nicht mehr in die Ausstellung aber doch jetzt noch aufs Foto schaffen:

(Klick aufs Bild für Vergrößerung)

Fürs erste habe ich definitiv "genug" von flachen, weiten Formen und habe nun mit hohen und schlanken Gegenparts begonnen. Flaschen, Vasen, u.ä. Mehr dazu und davon bald.

25.02.08

Rote Punkte

Vernissage.jpg ... waren eine angenehme "Begleiterscheinung" zu einer sehr gelungenen Vernissage gestern in Darmstadt. Königswetter, viel Besuch, viel Lob und Zuspruch waren die Rahmenbedingungen.

Gloria Hasses kleine, sehr charmante Galerie war gut besucht und die Aufregung der letzten Tage und Wochen löste sich in Wohlgefallen auf. Petra Bittl, meine Ausstellungspartnerin konnte leider nicht anwesend sein, eine hohe, schlanke Flasche von ihr wird aber jetzt bald mein Fensterbrett zieren.

So geht es jetzt zurück in die Werkstatt mit neuen Ideen und viel Antrieb ...
Ein paar Fotos vom Sonn(en)tag:

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19.02.08

Vierte (und letzte) Runde

Nun sind auch die letzten Stücke durch den Ofen gegangen. Ich habe aus allen fertigen Stücken 28 ausgewählt, die es in die Luftpolsterfolie und ins Auto schaffen - mal sehn, wieviele dann tatsächlich in der Ausstellung stehen werden.

16.02.08

Dritte Runde (eckig)

(Klick für Vergrößerung)

Ein sehr erfolgreicher vorletzter Brand! Dieses Mal gab es keine Brüche und fast durchwegs schöne und sehr schöne Ergebnisse ...

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07.02.08

Zweite Runde

Heute ging es weiter in der Werkstatt: Enttäuschung (jetzt im Müll) und Freude (unten) zu gleichen Teilen, wäre letztere nicht soviel größer als alles andere würde ich wohl auf Origami wechseln. Es ist mühsam zur Zeit, aber es wird:

(Klick für Vergrößerung)

01.02.08

Erste Runde

Nach einigen Startschwierigkeiten und Verzögerungen läuft es jetzt - ich glasiere und brenne für Darmstadt und gestern kamen endlich die ersten gelungenen Stücke aus dem Ofen:

(Klick für Vergrößerung)


So wird es weitergehen die nächsten drei Wochen, hoffe ich. Die Werkstatt ist voll mit unfertigen Stücken, 20-25 davon schaffen es dann letztendlich in die Ausstellung.

11.01.08

Rot, Gelb, Grün und Blau

Der erste Ofen heizt noch, in ein paar Tagen bin ich der Ausstellung in Darmstadt hoffentlich keramisch und auch tatsächlich einen Schritt nähergekommen. Bis dahin: Hoffnung, Zuversicht und die übliche Aufregung.
Wie immer ist das Spannendste und Ungewisse die Transformation der Farben im Brand - beim Dekorieren und Glasieren ist all das nur theoretisch vor Augen, wirkt "trocken" so ganz anders als im fertigen Zustand ...

30.12.07

(Ton)Berge

blombergb.jpg

70 kg Ton habe ich in den letzten Tagen und Wochen verdreht, verknetet, getrocknet, wieder eingesumpft, wieder verdreht. Die Ausstellung rückt näher und auch die Stücke - noch eingepackt und trocknend - werden sehr bald expliziter.
Dazwischen Arbeitstage, Feiertage und auch Wandertage: Bruegel'sche Wintertage im bayrischen Voralpenland zum Beispiel.

10.12.07

früher Ruhm

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Ich hatte sie schon fast wieder vergessen, heute lachten sie mir im Kühlregal entgegen: Meine hektisch aus einem zusammengekratzten Tonrest gedrehten und (wegen Zeitdruck) ungebrannten Gewürzbecher gibt es jetzt auch im Supermarkt.

Weiter kann man es eigentlich kaum noch bringen ...

07.12.07

Die letzten Kringel

... sind nun auch fertig gebrannt und fotografiert - der zum Thron gehörende Tisch inkl. "Tee-Set".

(Klick für Vergrößerung)

tischf1.jpg tischGeschirr.jpg tischf2.jpg

Der Tisch ist einen knappen Meter hoch, perfekt für einen Hocker. Vielleicht nähe ich noch ein Kissen dazu, um ihn auch so benutzen zu können. Zumindest meinem Gewicht hat er probehalber schon standgehalten.

30.11.07

Ausblick

schleifen.jpg Das Thronprojekt vorerst so gut wie abgeschlossen, füllt sich die Werkstatt trotzdem nun wieder aufs Neue: Eine Ausstellung in Darmstadt, in der Galerie Keramikum existiert momentan noch nur im Kopf bzw. in einigen beschleiften, trocknenden Tellern und Platten im Regal.

Ausgangspunkt ist ein Teller aus Appledore, das Thema wird jetzt neu aufgegriffen und aufgerollt - ich bin gespannt auf das Ergebnis. Dazu soll es große gedrehte und geschnittene Platten und Teller geben, sparsamer und pointierter dekoriert als bisher. Außerdem einige Dosen und ähnliche geschlossene (große!) Gefäße.
Vom Gekringel habe ich vorerst genug.

Ich freue mich auf meine erste "richtige" Keramik-Ausstellung ...

Die Eröffung soll am 24. Februar 2008 sein.

19.11.07

Aufgetischt

In den letzten Wochen habe ich passend zum Thron noch einen kleinen Tisch und ein "Teegeschirr" gebaut. Der Tisch ist ca. einen Meter hoch, in einem Stück gebaut und genauso wie die Thronbeine innen mit Stegen verstärkt. Die Tischfläche selbst schreit geradezu nach einer begradigenden "Tischdecke".

tisch1.jpg tisch2.jpg tisch3.jpg

Wenn dann alles fertig gebrannt, glasiert, genäht und fotografiert ist, werfe ich das ganze Ensemble in diese Waagschale.

25.10.07

Fertig! (fürs erste...)

ThronFBanner.jpg

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08.10.07

Dichtung und Wahrheit

Am Wochenende habe ich zum ersten Mal die mittlerweile vollständig geschrühten Einzelteile des Throns zusammengesetzt und ihn nun zum ersten Mal auch selbst als Ganzes gesehen.
(nach Klick links und rechts auch größer)
Mittlerweile erholt von dem Realitätsschock sehe ich zwar wie immer vorallem das, was ich jetzt anders machen würde, bin aber allgemein doch zufrieden. Nächste Woche wird glasiert und nochmals gebrannt (auf 1250°C) und bis dahin sollte dann auch bald das Sitzkissen fertig sein. Ich hoffe, der Herbstwind lässt noch ein paar Blätter übrig bis zum Fototermin. Aus dem vierten Bein wird jetzt übrigens ein kleiner Thron-Tisch mit passendem Teegeschirr.

08.09.07

buntes Porzellan #2

Siehe auch: dort

06.09.07

Fledermäuse, Ringel und rote Sessel

SesselK.jpg Ein neues, großes Bild um die Lücken an der Wand im Haus der kleinen Künste aufzufüllen... (Klick links)
Mein persönliches Lieblingsstück der letzten Zeit.

Der andere Sessel, der derzeit noch trocknet wird ebenfalls rot werden, ähnlich wie auf diesen Glasurproben des letzten Jahres.
Zwischen Werkstatt, Staffelei (und Brotarbeit) sticke und nähe ich an zwei Kissen - eins für den Sitz und eins für die Lehne.
Fotos davon und allem anderen folgen bald.

30.08.07

(Theoretisch) fertig

LehneD.jpg ... ist der Thron heute geworden. Das letzte Stück, die Lehne ist links (nach Klick) zu sehen. Sie wird auf die Zapfen des Sitzes gesteckt und besteht aus drei Teilen: oberhalb der zweiten Querverbindung lassen sich die Zipfel jeweils abnehmen. Der Ofen ist sonst nicht groß genug, insgesamt ist die Lehne ca. 110 cm hoch. Jetzt muss alles noch trocknen und gebrannt, glasiert und ein zweites Mal gebrannt werden. Erklärtes Ziel ist ein Photo vom fertigen Thron vor einer voralpinen (diesjährigen!) Herbstlandschaft.

20.08.07

Phönix /2

Heute bin ich mit dem neuen Sitz für den Thron fertig geworden. Hier sind die letzten Arbeitschritte (durch Klick auch größer) zu sehen: Im Mittelteil des Sitzes sind noch mehr Stege eingesetzt und die Deckfläche dann nach und nach geschlossen worden.
Im rechten Bild ist der fertige Sitz zu sehen, die beiden Zylinder sind die Steckvorrichtungen für die Lehne.

(siehe Modell und Zeichnung)

16.08.07

Wie Phönix

sitzneukl.jpg... aus der Asche (mindestens!) ensteht gerade ein neuer Sitz für den Thron aus der eingesumpften alten Version.

Die Form ist jetzt viel organischer und mehr im Sinne der restlichen Teile und der ursprünglichen Idee und ich bin mit dementsprechend viel neuem Schwung bei der Sache.

Mehr und einige Fotos:

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30.07.07

buntes Porzellan

neuekeramik.jpg Seit den Lampen bin ich verstärkt auf den Geschmack gekommen, mit Porzellan zu arbeiten - besonders seit dem letzten Brand, der seit ein paar Tagen die Werkstatt verschönert. Die Farben leuchten schöner auf dem helleren Untergrund und die Gefäße als Ganzes wirken zarter und eleganter.

Ein paar aktuelle Bilder...

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25.06.07

Keramik in Heidelberg

preprelude.jpg Vor einiger Zeit habe ich schon einmal über das große Keramik-/Kunstprojekt von Sandy Brown geschrieben. "The Stillpoint and The Dance" ist nach ausgiebiger Tour durch Großbritannien nun seit gestern in der Galerie Heller in Heidelberg zu sehen.
Einzelausstellungen von Keramikkünstlern in diesem Umfang gibt es nur sehr selten in Deutschland, das allein hätte schon die Reise gelohnt. Das Wiedersehen mit Sandy, die mir bekannten Stücke in vollendetem Zustand zu sehen und wohl auch die Touristenattraktion Heidelberg selbst machte es dann zu einem unbedingten Ereignis.
Die Ausstellungsstücke sind sehr ausführlich (und lichttechnisch besser) auf Sandy's Website bebildert, hier nur einige meiner Lieblingsstücke - und ein paar Alibi-Fotos von Heidelberg selbst.

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20.06.07

frischer Wind

hdkk.jpg Das Haus der kleinen Künste im Münchner Glockenbachviertel ist eine vor einigen Monaten neu entstandene Plattform für junge Künstler und Designer. Das Geschäft in der Buttermelcherstraße bietet ein wechselndes Angebot an Mode, Design und Kunst.

In den nächsten Wochen auch Keramik und Filz von hier. Und demnächst in größerem Stil vorallem (endlich) neue Bilder.

12.06.07

Licht #2

Der zweite Teil meines Lampenprojekts hängt seit ein paar Tagen in der Küche.


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22.05.07

Koralle? Herzklappe? Baumstumpf?

koralle1.jpgkoralle2.jpgkoralle3.jpgkoralle4.jpgkoralle5.jpg

Obiges Gewächs steht derzeit in der Werkstatt und fragt mich, was es eigentlich sein oder werden soll. Nach dem Brand und mit der Glasur(?) wird es sich dann wohl entscheiden, bis jetzt hat es in erster Linie einfach Spaß gemacht, nach längerer Zeit mal wieder etwas aufzubauen. Ohne Drehscheibe, oder Plattenwalze - ohne Firlefanz.
Ungefähr 70 cm ist es hoch und im Moment schwebt mir "etwas Rotes" für die Oberfläche vor. Matt und unregelmäßig, rissig, ...

11.04.07

farbenfroh

farbenfroh.jpg

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05.04.07

Lampen v.1.1

kuechenlampen.jpgkuechenlampen2.jpg
So sehen die Lampenschirmchen zur Zeit aus, mit denen es nach dem ersten Versuch nun weitergeht. Krummer und buckliger und mit etwas entschiedenerem Dekor. Immernoch mit Schellack, aber ich habe auch ein paar Versuche mit eingefärbter Masse gestartet. Das Ergebnis dort wird allerdings erst nach dem Brennen wirklich sichtbar.

27.02.07

Licht

lampen.jpg Sie hängen, die Lampen! Seit ein paar Tagen zumindest in der vorläufigen Version. Zum Kabelwust und Plastikgestrüpp soll noch einiges mehr an Geflecht und Details hinzukommen, das Ganze sich noch auf mehr Deckenfläche als bisher ausweiten und auswachsen.

Fast zwei Monate sind vergangen, seit dem ersten Gedanken daran und neben all der Freude über die Verwirklichung, sehe ich vorallem die Dinge, die ich mittlerweile anders machen würde. Aber so ist es immer, sehr anachronistisch, und das Einzige was hilft ist: Weitermachen. So geschehen gestern in der Werkstatt - die Küche braucht schließlich auch noch Licht! (Und das System etwas mehr Kompaktheit, falls ich ein verkaufbares Produkt daraus machen will.)


Kleine (und durch Klick größer werdende) Bildergeschichte:

lampen1.jpg lampen2.jpg lampen3.jpg lampen4.jpg

Vielen Dank an Norman für die Fotos und vorallem die technische Hilfe!

11.02.07

Museumssonntag

architektur.jpg Zwei interessante Ausstellungen gabs und gibts noch eine Woche lang in der Pinakothek der Moderne zu sehen und auch ich habe es endlich geschafft, dort vorbeizugehen bevor wieder eingepackt wird. In der Architekturabteilung zum Thema "Architektur wie sie im Buche steht", trotz des trägen Wortspiels eine sehr schöne Ansammlung von Modellen und Zeichnungen von literarisch-fiktiver Architektur (z.B. Turm zu Babel, Atlantis, etc.) einerseits und in der Literatur manifestierte reale Architektur (z.B. "Berlin Alexanderplatz") andererseits.

1111schalen.jpg In der Rotunde steht eine Ansammlung von 1111 Schalen einer koreanischen Keramikerin von der ich zuvor noch nie gehört hatte, die sich aber nach einigem Nachforschen als altes Eisen der deutschen Keramikszene, zumindest der institutionellen entpuppte.
Schön zu sehen, dass es die endlose und fruchtlose Diskussion bzgl. Kunst und Kunsthandwerk zumindest bei diesem Ausstellungsprojekt und in diesem illustren Umfeld nicht zu geben scheint und man scheinbar auch in einer renomierten zeitgenössischen Kunstsammlung unterkommt, wenn man den Ton herkömmlich verarbeitet und nicht im flüssigen Zustand an die Wand schmiert (wobei das auch sehr schön sein kann, wie ich in der Tate St Ives gesehen habe). Schade totzdem, dass die Stücke im Einzelnen entsetzlich fad und leblos wirken und nur in der Masse, im Farbenspiel und der Anordnung Wirkung entfalten. "IKEA-Effekt" hieß das während der Ausbildung bei uns...

19.01.07

Céladon

ist eine Figur aus dem Schäferroman "L'Astrée" (1607) von Honore d'Urfe. Dieser Prototyp des schmachtenden, schüchternen Liebhabers ist nicht nur als Redewendung in die französische Sprache eingegangen, sondern auch - nach seinem hellgrünen Mantel - als Bezeichnung für eine ganz bestimmte keramische Glasur: Seladon. Im Mittelalter von China nach Europa gekommen gehört sie bis heute wohl zum Schönsten und Schwierigsten, was sich ein glasurtechnisch ehrgeiziger Keramiker so vornehmen kann. Die eisenoxidhaltige, meist sehr dick aufgetragene Glasur wird im reduzierenden Brand (mit Gas) wässrig-bläulich, zart-mattgrün oder auch olivgrün bis gelblich.
Das Gelingen der Glasur und der Farbe hängt stark vom Brennverfahren ab, viel Geduld und Erfahrung ist nötig. Was Glasurtechnik betrifft habe ich weder das eine noch das andere, an Interesse und Ehrgeiz mangelt es diesbezüglich auch. Aber Anschauen tue ich sie mir gerne:

fouilhoux.jpgyoshikawa.jpgchampy.jpg

(v.l.n.r.: Jean-Jaques Fouilhoux, Masamichi Yoshikawa und Claude Champy - Links zu informativen Websites sind mal wieder spärlich gesät)

Die Galerie Handwerk widmet sich derzeit in einer Ausstellung speziell dieser Glasur und hat Stücke von namhaften internationalen Keramikern zusammengetragen.
Die Präsentation ist allerdings leider eher ein Trauerspiel: Podeste auf Schienbeinhöhe, als "Vitrinen" umfunktionierte Wandschränke die an ausgedientes Schulinventar erinnern und die fast durchweg schlechte Beleuchtung werden den schönen Stücken leider kaum gerecht. Schade, denn Keramiker diesen Ranges sind selten so versammelt zu sehen, zumindest nicht in Deutschland.

04.01.07

Neues Glück

"... if one scheme of happiness fails, human nature turns to another."

Der trockene Thron staubt ein, weil ich immernoch nicht weiß, wie und ob ich die Sitzfläche anders und besser machen kann.
Bevor ich mich zu Entschlossenheit und Konsequenz durchringen kann, verfolge ich die Straße "Porzellan/Licht" weiter. (Ohne Digitalkamera vorerst, die sich zum neuen Jahr in die Rente verabschiedet zu haben scheint.)
Ich habe kleine Lampenschirme gedreht, in Glockenform, die gruppiert zu einer Art Lichterkette auf verschiedenen Höhen von der Decke hängen sollen. Mit 18 Schirmchen habe ich begonnen, 13 sind es nach dem Abdrehen und wenn der Schellack und der Schwamm ins Spiel kommen, werden es sicher noch einmal ein paar weniger. Das Porzellan ist furchtbar störrisch und zickig, verzeiht kleine Unachtsamkeiten und Nachlässigkeiten bei weitem nicht so gnädig wie Ton.

19.12.06

"München leuchtet."

licht1.jpg licht2.jpg
Mein Schellack-Test hat funktioniert. Ein kleines Teelicht reicht schon, um das Porzellan zum leuchten zu bringen.
Jetzt fragt sich nur noch, was sich Schönes, Größeres, Tolleres aus diesem Effekt machen lässt.
Lichterkette? Raumbeleuchtung? Wandelement? ...

20.10.06

Auf dem Laufenden

Zur Zeit arbeite ich achtarmig und vierhändig an einem viel zu lang vor mir hergeschobenen Auftrag für das Stadtmuseum Landsberg, die Sommertrödelei rächt sich und draußen ist Herbst. Also presse ich aus jedem Tag noch die letzten Minuten heraus und alles andere bleibt liegen. Der Thron zum Beispiel. Er wird alt und ich mir unsicher - der Sitz gefällt mir nicht mehr. Ich will einen neuen, anderen machen. Runder und vorallem leichter, nicht nur gewichttechnisch. Wie auch immer - die frische Luft wird ihn aller Voraussicht nach wohl erst im Frühling umwehen.
Frische Luft gabs gestern immerhin für mich - die Pipettes waren in München und haben mich mit einem sehr netten, witzigen und dynamischen Konzert erfreut. Viele Pünktchenröcke, wippende Ponys und schwingende Hüften.
Mehr z.B. dort.

01.10.06

Lackschildläuse

schellack.jpg... ernähren sich von Pflanzensäften und scheiden eine harzartige Substanz aus, aus der man Schellack gewinnt. Daraus stellt man mittlerweile zwar keine Schallplatten mehr her, aber gebraucht wird er immernoch, u.a. in der Keramik.
Dünn auf den ungebrannten Ton (in diesem meinem Fall Porzellan) aufgepinselt, versiegelt er die Oberfläche. Mit einem feuchten Schwamm werden dann die freien Stellen ausgewaschen, so dass ein flaches Relief entsteht. Beim Brennen verschwindet der Schellack wieder rückstandslos. (Auf dem Foto ist links ein schon ausgewaschenes Gefäß zu sehen, rechts ein noch unfertiges.)
Der momentane Plan ist, dass die dünneren Stellen des Porzellans nach dem Brand durchscheinend sind. So spaziere ich wiedereinmal auf einem schmalen Grat, denn "dünn genug" liegt sehr nahe bei "zu dünn" (und kaputt). "Lichter" sollen es werden, so oder auf eine andere Art.

13.09.06

Sandy Brown

cr_221.jpg... ist auf dem Cover und in der aktuellen Ausgabe der Ceramic Review (die einen leider keine Zeile online lesen lässt, von Bildern ganz zu schweigen)!
Ich bin fast ein bißchen mit stolz, ist die Idee zu dem Projekt "The Still Point and the Dance" doch schon entstanden, als ich noch bei ihr Praktikantin war. Letztes Jahr habe ich die unfertigen Stücke teilweise bei einem Besuch in Devon gesehen, jetzt ist alles fertig und geht auf Tour.
Zuerst in Großbritannien und voraussichtlich nächstes Jahr auch in Deutschland, nach Heidelberg in die Galerie von Marianne Heller.

Auf die großen Stücke "in echt" bin ich besonders gespannt.

10.09.06

in der Werkstatt #4

sitzlehne.jpglizemtage.jpg Langsam geht mir die Puste aus mit meinem Thron, dem Gekringel. Momentan bin ich bei der "Lehne", bestehend aus zwei langen Röhren (siehe Modell), der Atem wird also noch reichen, denn bald bin ich fertig. Dann wird getrocknet, gebrannt, glasiert und ich hoffe der Herbstwind hat ein paar Blätter an den Bäumen gelassen, wenn dann alles fertig für das finale Photo (mit Bergkulisse?) ist.
Parallel experimentiere ich zur Zeit mit Porzellan. Allein das Drehen ist schon eine Kunst, Porzellan ist wie Kuchenteig - sehr unplastisch. Es geht recht gut mittlerweile (zumindest im Kleinen), ich möchte Porzellanlichter machen, kleine, für Kerzen nur vorerst. Und mir den Effekt zu Nutze machen, dass Porzellan durchscheinend ist, wenn es ganz dünn ist. Rechts ein Bild von Liz Emtage's wunderbaren Lampen als Beispiel.

24.08.06

Alternativen

sitzfertig.jpg stoffe.jpg Der Sitz für den Thron ist fertig. Er ist erschreckend schwer, und wird wohl nur zu zweit zu heben zu sein. Ich habe mich nun doch gegen Armlehnen entschieden, schweren Herzens. Die Sitzfläche erscheint mir eher klein, Armlehnen würden noch mehr Platz nehmen - man säße dann zwar sehr thronhaft aber eventuell ziemlich beengt.
Ich habe zwei Zapfen angebracht (rechts), auf die dann die Rückenlehne gesteckt wird; die tatsächliche Sitzfläche ist jetzt ca. 40 x 55 cm groß und etwa 25 cm hoch. Das Ende ist in Sicht! Mit der Rückenlehne habe ich heute angefangen, dann muss "nur" noch gebrannt werden.
Über den Verlust der Armlehnen tröste ich mich mit Plänen für ein Sitzkissen hinweg und habe schon verschiedene Stoffe im Auge (links). Vielleicht werde ich auch selbst etwas sticken und/oder filzen an den kommenden langen Herbstabenden...

11.08.06

Kringelrausch

sitzbanner1.jpg Der Sitz (s.u.) für den Thron ist fast fertig. Gestern habe ich fast die gesamte Sitzfläche mit Kringeln bedeckt (Klick auf das Bild links), so lang, dass ich beinahe selbst schon genug davon hatte.
Jetzt ist eine Woche Zwangspause in der Werkstatt; ich werde sie nutzen, um mir Gedanken über die Armlehnen zu machen. Irgendwie ists eben kein richtiger Thron ohne Armlehnen...

07.08.06

Plan D

sitz1.jpg Erstaunlicherweise ist die Operation am gebrochenen Thronbein geglückt. Vom Bruch ist zumindest von außen nichts mehr zu sehen und es scheint wieder gut verbunden zu sein.
Trotzdem habe ich mich nun doch dafür entschieden, es bei drei Beinen zu belassen. Einmal um das Wackelrisiko einzuschränken und auch vorallem, weil es mir mittlerweile besser gefällt. Es wirkt schlanker und eleganter, nicht so massig.
Heute habe ich das Innenleben der Sitzfläche gebaut. (Auf dem Bild links von oben gesehen. In die drei Aussparungen werden die Zapfen der Beine gesteckt.) Ebenso wie die Beine wird sie mit Stegen verstärkt, um das Gewicht zu verteilen. Eine langwierige Arbeit, die nicht wirklich Spaß macht. Zum Glück muss es nicht (wie in der Ausbildung bei ähnlichen Arbeiten) gerade und rechtwinklig sein - ganz im Gegenteil, denn der Sitz soll ja zum Restthron passen.
Jetzt fehlt noch der "Deckel" und dann kann der angenehme Teil der Arbeit kommen: wildes Gekringel.

04.08.06

Kurioses

derakhshan.jpg Alle hundert Jahre schaue ich - peinlich berührt ob der dilettantischen Aufmachung und Aufbereitung - auf die Website des Kalkspatz. Jegliche Kritik oder Belustigung käme einer Nestbeschmutzung gleich, ist es doch die einzige deutschsprachige Seite im Internet, die derartig umfangreich über keramische Themen berichtet, Rezepte, Informationen und Bildmaterial zur Verfügung stellt, und überhaupt eine Art Forum bietet.
Wann immer ich mich fremd fühlen will in meinem Metier oder amüsierend überlegen (je nach Stimmung), findet sich dort mit Sicherheit etwas - doch diese heutige Entdeckung toppt alles bisher dort Gefundene: Ein Unterrichtsskript des fachtheoretischen Unterrichts an meiner ehemaligen Keramikschule als pdf-Download, zusammengestellt von Absolventen.
Kurios deshalb, weil Herr Derakhshan mir nicht wegen seines - im Vorwort angepriesenen - unerschöpflichen Wissens in ewiger Erinnerung geblieben ist, sondern eher wegen seines konfusen, jeglicher pädagogischer oder didaktischer Struktur fremden Unterrichtsstils: Bis ins unleserliche kopierte und grammatikalisch abenteuerliche Arbeitsblätter ("Damit Sie besser aufpassen!"), gefeit gegen Zwischenfragen aller Art ("Das brauchen Sie nicht zu wissen, dass kommt in der Prüfung nicht dran.") und die immer wieder mit größter Freude vorgetragene, ständig aktualisierte Liste der gescheiterten Laufbahnen ehemaliger Absolventen.
Vielleicht entgeht mir ja auch nur die Ironie dieses Projektes, beachtlich ist es allemal, wie aus diesem kruden Wirrwarr ein so übersichtliches Skript entstanden ist. Und dankbar heruntergeladen wird es auf jeden Fall, sind doch meine eigenen Unterlagen der damaligen "Geschafft!"-Euphorie zum Opfer gefallen.

03.08.06

(Hals- und) Beinbruch

Ein langer, tragischer Tag in der Werkstatt, heute. Nachdem endlich der bestellte Ton gekommen ist, habe ich Platten ausgewalzt, um mit der Sitzfläche für der Thron weitermachen zu können. Die Sitzfläche wird aus Tonplatten gebaut - innen mit Stegen vertärkt, außen mit Kringeln verziert. (dort nochmal das Modell zur Erinnerung)
Zwei Thronbeine sind schon geschrüht, die anderen beiden kamen heute in den Ofen.
Bzw. sollten. Eine Sekunde Unachtsamkeit, eine Tischkante ... und das letzte Thronbein hat ein Stück Fuß verloren. Vier glücklicherweise gerade und saubere Bruchkanten, so dass das ganze theoretisch gut zu reparieren ist. Kleben kann man zwar erst nach dem Brand, aber während der Ausbildung haben wir ein Stück Alchemie (oder Keramikerlatein?) mitbekommen: Tonschlicker aus Essigessenz klebt angeblich ungeschrühte Bruchstellen. Ich kann mich zwar nicht erinnern, dass das bei mir tatsächlich einmal funktioniert hätte (zumindest nicht bei so großen Brüchen) aber ein Versuch ist es wert:

bruch.jpg essig.jpg schlicker.jpg

Also schnell zum Supermarkt und Essigessenz gekauft (und Schokolade als Nervennahrung).

repariert.jpg Zusammen mit trockenen Tonkrümeln entsteht ein Tonbrei, Schlicker genannt, mit dem die gebrochenen Teile wieder aneinander montiert werden.
Ich habe eher wenig Hoffnung das es tatsächlich klappen wird, bisher konnte mir zumindest noch niemand einleuchtend erklären, was da für Wundermittel in der Essigessenz enthalten sind.

Plan B: In jedem Fall können die Stücke geklebt werden wenn alles fertiggebrannt ist, die Bruchstelle wird dann allerdings sichtbar sein.

Plan C: eine neues Bein muss gemacht werden.

Plan D: Der Thron wird dreibeinig (und garantiert wackelfrei!), die Sitzfläche trapezförmig statt quadratisch. Ein Bein hinten, zwei vorn. Je mehr ich heute über diese Möglichkeit nachdachte, desto attraktiver erschien sie mir, ja fast sogar attraktiver als die ursprüngliche Idee der vier Beine.

Das operierte Bein ist jedenfalls jetzt erst einmal im Ofen, am Montag weiß ich mehr.

13.07.06

in der Werkstatt #3

ofenkanne.jpg Bevor ich mit dem Thron weitermachen kann, muss in der momentan sehr knappen Werkstattzeit noch ein Auftrag fertiggestellt und überhaupt die Tonlieferung organisiert werden (ich schwimme quasi auf dem Trocknen derzeit). Deshalb heute große Dekorier- und Glasieraktion und rein in den Ofen, damit Platz ist für Kommendes, auch im Kopf.

Ein paar Bilder...

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20.06.06

"trial & error"

vaseklein.jpg Die Vasen, von denen ich vor einiger Zeit geschrieben habe als sie noch frisch und feucht waren, sind fertig. Eine musste dank meines Optimismus' als Versuchsobjekt für eine neue Glasur herhalten und hat bereits Bekanntschaft mit Hammer und Mülleimer gemacht, die andere ziert meinen Küchentisch.
(klick auf das kleine Bild links)

12.06.06

zwischen Tür und Angel

probe1.jpgprobe2.jpg... habe ich ein paar Glasurproben für den Thron gemacht. (richtig weiter gehts dort erst wieder im Juli) Der Ton ist neu, auch die Glasur hat sich geändert seit den Schneckentürmen, also muss ich zumindest in kleinem Maßstab sehen, was funktioniert und gut aussieht und was nicht. Links der Ton "pur", mit aufgetragener und wieder weggewischter Glasur, die sich so nur in den Ritzen und Unebenheiten hält. Auf die Proben rechts habe ich vor dem Schrühbrand eine Engobe mit Zirkonsilikat aufgetragen, um die Oberfläche weißer werden zu lassen. (14 Teile Ball Clay, 10 Teile China Clay, 3 Teile Zirkonsilikat) Darauf dann diesselbe Glasur. Die Engobe hat die Oberfläche ebenmäßiger werden lassen, so dass die Glasur nur sehr partiell färbt. Es gibt keinen leichten Farbschleier, den ich eigentlich sehr wichtig finde. Auch ist das Kupferoxid in beiden Fällen eher schwarz als grün geworden. Ich werde also noch ein wenig mischen und probieren...

06.06.06

100 kg Ton

thronbeineklein.jpg ... sind verbraucht bis zum letzten Krümel und die Thronbeine sind fertig!
Zuletzt habe ich jetzt noch die Verbindungszapfen angebracht, damit die Beine dann in die Sitzfläche gesteckt und verklebt werden können. Wie so oft lösen sich offene Fragen, wenn es dann soweit ist.

Genaueres und ein paar Bilder...

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28.05.06

Sie wachsen

fuss3.jpg fuss4.jpg
..., die Füße. 30 cm fehlen noch.

21.05.06

Elefantenfüße

thronbanner.jpg
Gestern habe ich endlich mit meinem geplanten Thron begonnen. Das Modell vermessen, hochgerechnet und losgelegt. Vier Elefantenfüße stehen jetzt in der Werkstatt...

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10.05.06

Ceramic Point of View

vapodcasts.gif Letztens habe ich mich noch darüber beschwert, wie wenig aktuell-keramisches im Internet zu finden wäre. Nun habe ich auf der auch sonst sehr informativen Website des Victoria & Albert Museum in London etwas interessantes gefunden: (Das Museum besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen von Kunst und Design und hat eine große Keramikabteilung, die die gesamte Entwicklung der Keramik und vorallem auch die zeitgenössische Keramik abdeckt.) Sechs britische Keramiker, Kritiker und Kuratoren kommentieren jeweils 10 Stücke aus der Sammlung - verfügbar als Videoclip und nun auch per Podcast(!) ...

05.05.06

in der Werkstatt #2

mohnklein.jpg Viel tut sich derzeit nicht dort, ich warte immernoch auf den bestellten Ton und vorallem auf freie Zeit, um mit meinem Thron zu beginnen. In der Zwischenzeit räume ich den Ofen ein und aus, erledige Kleinkram, schaffe Platz für Kommendes. Letztes Wochenende war Besuch da und hat alles durch (auch photographisch) eigene Augen gesehen...

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20.04.06

in der Werkstatt

glasuren.jpg Ein schöner, produktiver Tag heute in der Werkstatt. Es scheint, als hätte ich die Wintermüdigkeit und Antriebslosigkeit endlich abgschüttelt - ich war mit viel Spaß und Energie bei der Sache und hab mangels Ton für den geplanten (und im Kopf schon längst fertigen) Thron gedreht, glasiert und gewürstelt. Ein paar Fotos vom heutigen Tag und Einblicke in die Glasurküche:

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29.03.06

Größenwahn

thronklein.jpg Drei Jahre ist es mittlerweile her, dass ich für acht Monate in Südwestengland war, für ein Praktikum bei Sandy Brown. Aus dieser Zeit steht ein kleines Tonmodell in meinem Regal, welches ich damals als Ideenskizze für eine Sitzbank gemacht habe. (Hier ein Artikel über diese Zeit und auch ein Foto von ebendiesem Modell.) Ein Auftrag winkte von der Ferne, aus dem nichts wurde, aber mir gefiel der Plan ansich. Ich brannte das Modell und nahm es mit, seitdem erinnert es mich immerwieder an dieses Vorhaben, etwas "richtig Großes" aus Keramik zu machen - etwas, das mehr Lebensraum einnimmt als Geschirr oder eine kleine Skulptur.
In der neuen Werkstatt gibt es nun endlich einen größeren Ofen, zumindest einen, der dieses Projekt möglich macht. Und ich bin voll Motivation, es jetzt Wirklichkeit werden zu lassen. Ein neues Modell gibt es schon...

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28.01.06

Umzug

Nach einem knappen Jahr als Untermieterin in einer im Sommer malerisch zugegrünten und im Winter unwirtlich-eisigen Werkstatt etwas außerhalb Münchens, ziehe ich im Februar um. Zwar weiterhin als Untermieterin, dafür mitten in die Stadt, auf das Gelände der ehemaligen Pfanni-Werke, jetzt ein Vergnügungspark mit Clubs, Bars, Konzertlokalitäten und immerhin auch noch einiger Werkstätten und Studios, die die Transformation vom "Kunstpark Ost" zur "kultfabrik" überlebt haben. Weit weniger idyllisch, dafür in Fahrradfahrentfernung gelegen, mit weitem Blick über das östliche München und quasi Tür an Tür mit der vor zwei Jahren eröffneten Kunsthalle namens whiteBOX.
Ich hoffe, die Funken werden springen!

23.01.06

Gertraud Möhwald

möhwald.jpg 2002 ist die wohl bekannteste und einflussreichste deutsche Keramikerin gestorben. Die Galerie Handwerk der Handwerkskammer München widmet ihr derzeit eine sehr umfangreiche Retrospektive. Es wird wohl noch einige Zeit dauern bis die in ihren Kreisen so angesehenen und populären Keramiker in die wirklich großen Museen umziehen, zumindest in Deutschland. Auch deshalb besonders bemerkenswert, besuchenswert.