Hauptseite

14.01.10

Bastelbogen

An mehreren Stellen in München bin ich in letzter Zeit der äußerst originellen und ausgefeilten Papierkunst von Martin Graf begegnet. Das Atelier ist in Hamburg, also ist anzunehmen, dass es auch zwischen hier und dort einige weitere Spuren gibt. Augen auf!

02.12.09

Unfall

Das Essl-Museum in Klosterneuburg bei Wien feiert derzeit seinen 10. Geburtstag - inkl. pinkem Shuttlebus und kostenlosem Eintritt für die nächsten 8 Wochen. Auch sonst genug Anreiz für einen Ausflug, wenn man die diversen innerstädtischen Attraktionen schon bei vergangen Besuchen abgehakt hat.
Architektonisch und vorallem stadtplanerisch ein echtes Desaster: Lagerhallenoptik in Industriegebiet am Ortsrand, ringsum Brachland. In 10 Jahren hätte man doch eigentlich was halbwegs Ansprechendes selbst aus der ungünstigen Lage machen können - meint zumindest der ahnungslose Besucher. Innen zeitgenössische Kunst en masse - nachdem man sich durch verschachtelte und enge Räume gewunden hat, ist vorallem der große gewölbte Raum im Obergeschoss ein willkommenes Highlight. Derzeit ist dort Daniel Richter zu Gast, u.a. mit dem herzigen "Jagdunfall" links.
Immerhin: Im Kloster-Innenhof gabs Glühwein ...

08.09.09

Stillleben #2

stillleben.jpg Seit heute und bis zum 2. Oktober zeigt die Galerie Handwerk unter dem Titel "Stillleben" zusammengefasst Einzelstücke und Kleinserien aus Metall, Glas, Keramik und Holz - sehr schön arrangiert und präsentiert (was dort leider nicht selbstverständlich ist).

Besonders keramisch sind einige gute Namen und schöne Stücke dabei und zumindest an einem Kännchen von Gwen Bainbridge klebt schon ein roter Punkt.

30.07.09

Natur und Kunst

naturundkunst.jpg

Zumindest photographisch gab das Wochenende im Odenwald einiges her: ein verwildertes Grundstück mit Bachlauf, altem Baumbestand und dazwischen Kunst und Künstlerisches. An interessiertem Besuch mangelte es nicht, auch wenn man bei der Mehrheit noch echte Pionierarbeit zu leisten hatte.

Ein paar Bilder ...

Weiter lesen "Natur und Kunst" »

31.05.09

bunt vor blau

brandhorstbanner.jpg

München hat ein neues Museum - vor einer guten Woche eröffnet, schlängeln sich zumindest an meinen freien Tagen immernoch die Menschenmassen davor. Drinnen gibts irgendwann dann auch für mich mehr oder weniger populär-modernes, von außen ist es schon jetzt wunderschön, vorallem vor so blauem Himmel wie heute. Die Architekten wären ein guter Kontakt, die Verkleidung besteht aus tausenden verschiedenfarbig glasierten Keramik(!)stäben - die ersten sind schon weg.

Weiter lesen "bunt vor blau" »

08.02.09

"The Lost Gypsy"

GypsyBanner.jpg

... ist eine absolute, wenn auch etwas unerwartete Sehenswürdigkeit zwischen Invercargill und Dunedin. "Blair" hat einen Wohnwagen und einen großen Garten voller skurriler, selbstgebastelter Automaten. Spielzeug aus Abfall einerseits, mechanisch ausgefeilte und kluge Kunstobjekte andererseits.

Weiter lesen ""The Lost Gypsy"" »

01.01.09

Handtaschen, Hunde und rostendes Metall

KatieBanner.jpg

Die Region zwischen Nelson und Motueka scheint eine keramisch und künstlerisch sehr lebendige zu sein, ein paar persönliche Highlights einer kleinen Exkursion ...

Weiter lesen "Handtaschen, Hunde und rostendes Metall" »

22.12.08

Kunst am Baum

KunstamBaum.jpg

Erste Inspiration in Motupiko, der keramischen Station fuer die naechsten Wochen: David Carsons Holz- und Metallskulpturen in Sallagh/Tapawera - einem kleinen Skulpturenpark den man offensichtlich nur findet, wenn man vorbeifaehrt, jedenfalls nicht im Reisefuehrer oder Internet. Die Metallskulpturen (aus ausgedienten Saegeblaettern) fand ich persoenlich weniger beeindruckend als die sehr lockeren, heiteren und simplen Arbeiten aus Holz"abfaellen". Die Naehe zum familienbetriebenen Saegewerk ist hier wie da offensichtlich ...

Weiter lesen "Kunst am Baum" »

22.09.08

Zeichentricks

destino.jpg Die Hypo-Kunsthalle zeigt noch bis Ende Januar 2009 eine sehr sehenswerte Ausstellung über Walt Disneys Bilderwelten und seine Ausschlachtung Inspiration in der europäischen Kunst.
Neben vielen Originalzeichnungen und Bildreferenzen gibt es seltene und restaurierte Filmaufnahmen, erhellende filmische Gegenüberstellungen und das erst vor einigen Jahren veröffentlichte Gemeinschaftsprojekt von Walt Disney und Salvador Dali, "Destino": Ein siebenminütiger Kurzfilm der 1945 konzipiert und 2003 fertiggestellt wurde.
Eine sehr umfangreiche Sammlung, zu der ich mir noch den Katalog geleistet habe - auch um die leider im Halbdunkel und mit übertriebenem Sicherheitsabstand präsentierten Zeichnungen und Bilder genauer unter die Lupe nehmen zu können.

05.09.08

Digitale Formen

Gestern hat die Galerie Handwerk ihre Ausstellung "Digitaler Formenschatz" eröffnet, die noch bis zum 4. Oktober Objekte aus Papier, Keramik, Textil, Holz, Metall und Kunststoff zeigt. Alle Exponate setzen sich direkt oder indirekt mit dem Medium Computer auseinander, heißt es, und man fragt sich, welche gestalterischen Aspekte davon heute denn überhaupt noch unbeeinflusst sind.
Aber dank gestreiften Bildern und pixeligen Stoffmustern weiß auch die reife Zielgruppe, dass das hier was "digitales" ist ... was auch immer das heißt. Trotz dieser teilweise sehr langweiligen Plakativität war wieder genug dabei, was das Vernissagegedrängel lohnte.

12.04.08

Pusteblumig

bluetentele.jpg Über dem Bett wäre noch Platz für ein oder zwei der wunderbaren Schwebeobjekte von Alexandra Hendrikoff.
Die Münchener Künstlerin baut sehr organische, filigran verspielte und unglaublich ausgefeilte Gebilde aus Papier, Seide, Garn, Glas und verschiedenen Pflanzensamen (links im Bild zum Beispiel Löwenzahnschirmchen). Wunderschön.

Von der nächsten Ausstellung erfahre ich hoffentlich nicht erst im Nachinein.

14.03.08

Rückblick

galeriehandwerk.jpg Noch bis zum 5. April kann man sich in der Galerie Handwerk anschauen, wie diese auf ihr 40jähriges Bestehen zurückblickt: mit einer (für mich) nicht ganz nachvollziehbaren Auswahl aus den Bereichen Keramik, Holz, Glas, Metall und Schmuck. Vieles, vorallem im keramischen Bereich war erst vor kurzem dort zu sehen und so wirkte es auf mich teilweise etwas so, als hätte man nochmal all das hingestellt, was noch so im Depot rumsteht. Aber da das Bestehen, das renommierte und erfolgreiche Bestehen einer Galerie dieser Art in München oder vielleicht Deutschland ansich allein schon Grund zur Befriedigung sein sollte, hält man sich mit Derartigem wahrscheinlich besser zurück. Keramisch war die gezeigte Auswahl zwar kein Reißer - positiv und inspirierend in Erinnerung bleiben wird mir aber ein filigranes Drahtgespinst von Gudrun Gunnarsdóttir und die Holzgefäße von Ernst Gamperl.

27.02.08

Marcus Rothkowitz

rothko.jpg ... wohl besser bekannt als Mark Rothko, wird derzeit mit einer großen Retrospektive in der Hypo-Kunsthalle gewürdigt. Abgesehen von den Farbflächen-Bilder für die er wohl am bekanntesten ist, haben mir einige großformatige Aquarelle sehr gefallen, die aus zahlreichen lasierten und deckenden Farbschichten und "Kritzeleien" darunter, dazwischen und darüber bestehen. Sehr locker und "zufällig" in der Anmutung, aber trotzdem sichtbar gekonnt und durchdacht. Noch bis Ende April kann man sie in München sehen, dann in Hamburg.
Im Eintrittspreis (dank ICOM-Ausweis für mich jetzt nur noch fiktiv) enthalten: ausladende Vorträge von Kunstkennern in Begleitung, (laut!) schwatzende und schwafelnde Freundinnen.

16.12.07

Anish Kapoor

1_kapoor133.jpg Endlich habe ich es zur aktuellen Ausstellung von Anish Kapoor im Haus der Kunst geschafft und es hat mir noch besser gefallen als erwartet.
Zum ersten Mal aufgefallen (und in Erinnerung geblieben) ist er mir, als seine riesige Skulptur "Marsyas" die Turbine Hall der Tate Modern füllte. Und auch in München beeindrucken die herrlich organischen, sinnlichen und humorvollen Skulpturen und Installationen. "Unscharfe" Mulden in der Wand bei denen einem schwindlig wird, lackierte konkave Körper deren Spiegelungen immer neue "Filme" entstehen lassen, wenn man daran vorbeigeht. Und vorallem der 4 Meter rote Wachsblock, der im Zeitlupentempo durch die Räume der Ausstellung fährt (links ein Modellfoto).
All das permanent umkreist von aufmerksamem Wachpersonal, damit der Spiel- und Anfasstrieb in museumsgemäßen Schranken bleibt. Ein bißchen roten "Lippenstift" konnte ich trotzdem auf die Eintrittskarte schmieren ... angesichts der vielen Fingerspuren wohl auch nicht als Einzige.

20.06.07

frischer Wind

hdkk.jpg Das Haus der kleinen Künste im Münchner Glockenbachviertel ist eine vor einigen Monaten neu entstandene Plattform für junge Künstler und Designer. Das Geschäft in der Buttermelcherstraße bietet ein wechselndes Angebot an Mode, Design und Kunst.

In den nächsten Wochen auch Keramik und Filz von hier. Und demnächst in größerem Stil vorallem (endlich) neue Bilder.

11.02.07

Museumssonntag

architektur.jpg Zwei interessante Ausstellungen gabs und gibts noch eine Woche lang in der Pinakothek der Moderne zu sehen und auch ich habe es endlich geschafft, dort vorbeizugehen bevor wieder eingepackt wird. In der Architekturabteilung zum Thema "Architektur wie sie im Buche steht", trotz des trägen Wortspiels eine sehr schöne Ansammlung von Modellen und Zeichnungen von literarisch-fiktiver Architektur (z.B. Turm zu Babel, Atlantis, etc.) einerseits und in der Literatur manifestierte reale Architektur (z.B. "Berlin Alexanderplatz") andererseits.

1111schalen.jpg In der Rotunde steht eine Ansammlung von 1111 Schalen einer koreanischen Keramikerin von der ich zuvor noch nie gehört hatte, die sich aber nach einigem Nachforschen als altes Eisen der deutschen Keramikszene, zumindest der institutionellen entpuppte.
Schön zu sehen, dass es die endlose und fruchtlose Diskussion bzgl. Kunst und Kunsthandwerk zumindest bei diesem Ausstellungsprojekt und in diesem illustren Umfeld nicht zu geben scheint und man scheinbar auch in einer renomierten zeitgenössischen Kunstsammlung unterkommt, wenn man den Ton herkömmlich verarbeitet und nicht im flüssigen Zustand an die Wand schmiert (wobei das auch sehr schön sein kann, wie ich in der Tate St Ives gesehen habe). Schade totzdem, dass die Stücke im Einzelnen entsetzlich fad und leblos wirken und nur in der Masse, im Farbenspiel und der Anordnung Wirkung entfalten. "IKEA-Effekt" hieß das während der Ausbildung bei uns...

02.11.06

Schinken

Zwei Museen habe ich bei meinem Besuch in Wien mitgenommen, die unterschiedlicher hätten nicht sein können. In der Albertina wird derzeit eine umfassende Auswahl aus Pablo Picasso's Spätwerk gezeigt. Es war voll wie beim Karstadt am Samstag nachmittag, auch ähnlich unruhig und stimmungsfeindlich. Die großen Gemälde habe ich links und rechts liegen gelassen und mich auf die vielen Radierungen und Lithografien konzentriert. Es begeistert mich immer wieder, wieviel Leben und Orginalität in diesen vermeintlichen Miniaturen steckt. Die Unmittelbarkeit und Skizzenhaftigkeit dieser Bilder packt mich weitaus mehr als die ausladenden (und zunehmend "schlampigen") Gemälde des "reifen" Picasso. Mehr von ersteren dort.

bruegelwinter.jpgpicasso.jpgarcimboldo.jpgbruegelturm.jpg

Kontrastprogramm dann im Kunsthistorischen Museum, wo kaum ein Bild jünger als 200 Jahre ist. Hingetrieben hat es mich wegen einiger Gemälde von Pieter Bruegel, die ich endlich im Orginal sehen wollte. Überwältigender Detailreichtum beim "Turmbau zu Babel" und den "Jägern im Schnee", zum Versinken, Reinkriechen, wenn da die Alarmanlage nicht wäre (und nervöse Aufseher). Beeindruckend diesbezüglich auch die "zusammengesetzten Köpfe" von Guiseppe Arcimboldo.
Und nur ein paar vereinzelte Familien mit gelangweilten Kindern störten den Frieden.

29.08.06

Florenz

Florenzbanner.jpg
... war sommerlich und sonnig warm in den letzten vier Tagen. Die Pizzen groß, das Eis hervorragend und eine bemalte
Decke in den Uffizien so schön, dass man sie hier in voller Schönheit zeigen muss.
Kunst zum Überlaufen auch sonst - und den Touristenströmen entkam man erstaunlich schnell, wenn man ein paar
Meter in die Seitengassen lief. Von dort und vom Mittendrin ein paar Bilder.

Weiter lesen "Florenz" »

22.05.06

Simeon Solomon

solomon.jpg Seit längerem mal wieder eine Ausstellung - "Simeon Solomon und die Präraffaeliten" in der Villa Stuck. Wie immer mit gemischten Gefühlen bei Bildern wie diesen - aus heutiger Sicht, für heutigen Geschmack gnadenloser Kitsch; das Geschmacksgewissen sträubt sich. Einerseits. Anderseits im zeitlichen Zusammenhang gesehen hochinteressant, vorallem durch die zahlreichen Querverweise auf die Antike und die antiken Mythologien und die Beziehung zur englischen Literatur der Spätromantik. Wordsworth, Keats und Tennyson werden bildlich zitiert und holten sicher auch umgekehrt viel Inspiration aus der zeitgenössischen Malerei.
"Mut zum Kitsch" heißt in diesem Fall vielleicht einfach nur Mut zur Melancholie, Mut zum Schönen, Lieblichen. Muss ja nicht immer nur wehtun, die Kunst.

23.01.06

Gertraud Möhwald

möhwald.jpg 2002 ist die wohl bekannteste und einflussreichste deutsche Keramikerin gestorben. Die Galerie Handwerk der Handwerkskammer München widmet ihr derzeit eine sehr umfangreiche Retrospektive. Es wird wohl noch einige Zeit dauern bis die in ihren Kreisen so angesehenen und populären Keramiker in die wirklich großen Museen umziehen, zumindest in Deutschland. Auch deshalb besonders bemerkenswert, besuchenswert.