Museumssonntag
Zwei interessante Ausstellungen gabs und gibts noch eine Woche lang in der Pinakothek der Moderne zu sehen und auch ich habe es endlich geschafft, dort vorbeizugehen bevor wieder eingepackt wird. In der Architekturabteilung zum Thema "Architektur wie sie im Buche steht", trotz des trägen Wortspiels eine sehr schöne Ansammlung von Modellen und Zeichnungen von literarisch-fiktiver Architektur (z.B. Turm zu Babel, Atlantis, etc.) einerseits und in der Literatur manifestierte reale Architektur (z.B. "Berlin Alexanderplatz") andererseits.
In der Rotunde steht eine Ansammlung von 1111 Schalen einer koreanischen Keramikerin von der ich zuvor noch nie gehört hatte, die sich aber nach einigem Nachforschen als altes Eisen der deutschen Keramikszene, zumindest der institutionellen entpuppte.
Schön zu sehen, dass es die endlose und fruchtlose Diskussion bzgl. Kunst und Kunsthandwerk zumindest bei diesem Ausstellungsprojekt und in diesem illustren Umfeld nicht zu geben scheint und man scheinbar auch in einer renomierten zeitgenössischen Kunstsammlung unterkommt, wenn man den Ton herkömmlich verarbeitet und nicht im flüssigen Zustand an die Wand schmiert (wobei das auch sehr schön sein kann, wie ich in der Tate St Ives gesehen habe). Schade totzdem, dass die Stücke im Einzelnen entsetzlich fad und leblos wirken und nur in der Masse, im Farbenspiel und der Anordnung Wirkung entfalten. "IKEA-Effekt" hieß das während der Ausbildung bei uns...





