6 Monate, 6817 Kilometer

... sind verlebt, verfahren und vertraeumt. Genossen vorallem. Jetzt geht es in Muenchen weiter, mit hoffentlich exportierbarer positiver Energie, neuer Werkstatt und frischem Wind.

... sind verlebt, verfahren und vertraeumt. Genossen vorallem. Jetzt geht es in Muenchen weiter, mit hoffentlich exportierbarer positiver Energie, neuer Werkstatt und frischem Wind.

Blick vom Nabel der Welt "Mittelpunkt" Neuseelands ueber Nelson - im Hintergrund der Abel Tasman Nationalpark und die Golden Bay.
Kurz vor der Abreise noch eine Handvoll Bilder vom Aufenthaltsort der letzten 7 Wochen. Eine neuseelaendische Kleinstadt wie viele andere, die sich nach so relativ kurzer Zeit schon wie Zuhause anfuehlt. Vorallem wenn man von Touristen nach dem Weg gefragt wird und helfen kann, ohne eine Karte zu brauchen.
... ist selbst nach kuriosen Plätzen wie Neu-Edinburgh und Klein-England (inkl. roter Telefonhäuschen!) hier am anderen Ende der Welt, immernoch einige Nuancen seltsamer. Die Stadt wuchs um einen der ersten florierenden Häfen der frühesten Siedler und hat ein nahezu intaktes viktorianisches (und charmant heruntergekommenes) Geschäftsviertel. Vieles ist noch heute in Betrieb und kommt überraschenderweise fast völlig ohne Touristen-Kitsch aus.
Der Buchladen verkauft fast nur Bücher aus dem 19. Jahrhundert, in der Bäckerei wird alles mit braunem Papier und Jute-Kordel eingepackt, in den Seitenstraßen hoppeln Kaninchen und nachts watscheln Pinguine durch die stillgelegten Lagerhallen.
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... wäre ein guter Name für eine Band, ist aber meines Wissens "nur" die Bezeichnung für die Gegend am südlichsten Zipfel der Südinsel Neuseelands. Hier sagen sich Seelöwen und Gelbaugenpinguine gute Nacht.

Fast wie daheim wars rund um den Lake Wanaka - nur größer, weiter und leerer. Ein paar Eindrücke von einem kleinen "Spaziergang" ...

Viel Wolken und Regen in den letzten Tagen - irgendwann muss der Regen-Wald ja auch wachsen. Ein paar mehr oder weniger "trübe" Bilder (und auch ein bißchen Sonne) vom südlichen Ende der Westküste, kurz vor der Passstraße auf die Ostseite der Südinsel.

Die schlängelige Straße zwischen Westport und Greymouth ist nur eine halbe Tagesreise lang, aber dank der Ausblicke links (Regenwald) und rechts (felsige Küste) braucht man mindestens viermal so lang. Ein paar Eindrücke ...

Im Dezember wegen Dauerregen ausgelassen, liegt der Abel Tasman Nationalpark von hier aus glücklicherweise noch in Reichweite. Mittlerweile muss man ihn sich mit mehreren anderen Menschen teilen und einige Geduld aufbringen um zahlreiche Boote und verhältnismäßiges "Gewühl" auf den Bildern auszublenden ... Übrig bleibt eine Postkartenlandschaft wie selten bisher - glasklares Meer, goldene Strände, dichter Busch, Delphine und Pelzrobben. Zum Glück nicht alles auf einem Bild:

Ein paar Tage sind nicht genug für diesen nördlichsten Teil der Südinsel, erst recht nicht, wenn die Hälfte davon nass und kalt ist. Irgendwann muss es hier schließlich auch mal regnen ...
Ein paar graue (und dann doch wieder sonnige) Bilder von einer ganz besonderen Landschaft:
Die Marlborough Sounds waren definitiv zu groß(artig) für den Weitwinkel meines Objektives, die Wolken aber ähnlich dramatisch wie hier über der Cable Bay kurz vor Nelson, die ihren Namen von dem ersten neuseeländischen Überseekabel (nach Australien) hat, das hier 1879 verlegt wurde.


... war ein kleiner Kulturschock nach der ländlichen Ruhe und Beschaulichkeit der letzten Wochen. Beim ausgeschlafenen Hinsehen dann aber doch sehr interessant und vorallem um einiges kompakter und kreativer als Auckland. Ein paar Details ...
Gute 300 km vor Wellington und der Fähre auf die Südinsel hat sich ein Ruhetag in Napier angeboten. Eine sonnige Uferpromenade, hübsche Art-Deco-Häuser und viele kleine Galerien und Cafés waren ein perfektes Umfeld zum Herumschlendern und Faulenzen.
Auch sehr sympathisch: Fast alle Straßen in der Innenstadt sind nach britischen und amerikanischen Dichtern benannt.
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Eine Woche reicht gerade so, um all die stillen Straßen und versteckten Buchten auf dem Weg zum East Cape zu entdecken. Ein paar menschenleere Fotos ...

Die Zeit in Coromandel ist so gut wie vorbei und in ein paar Tagen mache ich mich auf den (ausgedehnten) Weg zur naechsten keramischen Station, nach Nelson. Zum "Abschied" noch ein paar mehr Postkartenfotos von einem Uebernachtungsausflug nach Otama ...

Ein paar Eindrücke von einem verlängerten Wochenende in und um Whitianga ...
Ein paar hundert Meter vor der "Haustuer" liegt Driving Creek, ein vor vielen Jahren gestartetes Aufforstungs- und Keramikprojekt. Die kleine Eisenbahnstrecke auf der heute taeglich hunderte Touristen die Berge Huegel hinauf und hinunter gefahren werden, diente urspruenglich zum Tonabbau fuer die ortsansaessigen Toepfereien. Heute arbeiten mehrere Keramiker und Glaskuenstler auf dem Gelaende und verschoenern die Strecke zum Aussichtspunkt. Ein kreatives Chaos mit alten Holzoefen, wilden Skulpturen und teilweise seltenen Pflanzen auf dem Weg zu einem grandiosen Ausblick ueber Coromandel.
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Montag bis Freitag besinne ich mich auf waehrend der Ausbildung verinnerlichte (und irgendwo vergrabene) Arbeitsweisen und arbeite in Petra Meybodens Werkstatt, 4 km noerdlich von Coromandel Town. Wir produzieren fuer einen Holzbrand Mitte Dezember, den ich zwar nicht mehr miterleben, deren Ergebnisse ich aber hoffentlich noch vor meiner Rueckreise im April sehen werde ...

Auch wenn es hier noch nicht so aussieht - die bisherige Zeit in Neuseeland ist hauptsaechlich von Keramik und weniger von Strandausfluegen gepraegt. Zu ersterem bald mehr, bis dahin noch ein paar Bilder vom letzten "Sonntagsausflug" nach Waikawau Bay ...

Die Wassertemperatur reicht zwar momentan gerade so fuer den grossen Zeh, aber die Landschaft ist mit Wolken und Wind gleich um ein Vielfaches dramatischer. Bevor es losging mit Keramik, war letzte Woche noch ein kleiner Ausflug nach Whangapoua drin ...

Da der Schiffsverkehr in Auckland durchsichtiger ist als der Busverkehr, führte die Stadtflucht heute für 5 Stunden auf die nahegelegene Vulkaninsel Rangitoto. Den (mittlerweile zugewachsenen) Krater des erst 600 Jahre alten Vulkans erklommen, Lavasteine gesammelt, kuriosen Vogelgeräuschen gelauscht und in der Sonne gesessen. Und zwischendurch ein paar Bilder gemacht:

... fühlt sich gar nicht soweit weg an, wie es ist. Viel Fremdes, viel Kurioses, aber auch viel Vertrautes. Eine gute Mischung für den ersten Stadtspaziergang.
Vor einiger Zeit habe ich schon einmal über das große Keramik-/Kunstprojekt von Sandy Brown geschrieben. "The Stillpoint and The Dance" ist nach ausgiebiger Tour durch Großbritannien nun seit gestern in der Galerie Heller in Heidelberg zu sehen.
Einzelausstellungen von Keramikkünstlern in diesem Umfang gibt es nur sehr selten in Deutschland, das allein hätte schon die Reise gelohnt. Das Wiedersehen mit Sandy, die mir bekannten Stücke in vollendetem Zustand zu sehen und wohl auch die Touristenattraktion Heidelberg selbst machte es dann zu einem unbedingten Ereignis.
Die Ausstellungsstücke sind sehr ausführlich (und lichttechnisch besser) auf Sandy's Website bebildert, hier nur einige meiner Lieblingsstücke - und ein paar Alibi-Fotos von Heidelberg selbst.